Stalburg langfristig als sozialen Ort sichern
Zusammenfassung
Der Ortsbeirat 3 fordert den Magistrat auf, Informationen über die Planungen der neuen Eigentümer der Stalburg bereitzustellen und sicherzustellen, dass das Gebäude langfristig als sozialer Ort erhalten bleibt. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Sorge um den Erhalt des historischen Gebäudes und der Freiflächen.
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Thema Stadtplanung verfolgenAnregung
Der Verkauf der historischen Wasserburg "Stalburg", die plötzliche Schließung der Gastronomie und die ausbleibende Kommunikation der Investorinnen und Investoren, die das Gebäude erworben haben, lassen die Anwohnerinnen und Anwohner befürchten, dass es sich einmal mehr um ein Nachverdichtungsprojekt handelt, bei dem auf soziale und ökologische Belange keine Rücksicht genommen wird. Der Ortsbeirat fürchtet um den Erhalt des sozialen Orts und der Baumbestände - handelt es sich doch im Nordend um einen der Letzten dieser Art.
Vor diesem Hintergrund wird der Magistrat gebeten, seinen Kenntnisstand für die Planungen der neuen Eigentümer mitzuteilen und konkret darauf einzugehen,
- ob bereits ein Bauantrag oder eine Bauvoranfrage gestellt wurde und auf welche Aspekte in einer möglicherweise bereits erfolgten Bauberatung hingewiesen wurde;
- ob ihm der laut FAZ vom 02.01.2024 notariell festgelegte Ausschluss eines Abrisses des historischen Gebäudes bekannt ist und ob er dies zum Beispiel durch den Eintrag einer Baulast nachvollziehen kann;
- welche denkmalpflegerischen Wünsche und Erwägungen bei einer Sanierung des Gebäudes seitens des zuständigen Fachamts - ung eachtet des fehlenden Eintrags in die hessische Denkmalliste - bekannt sind und ggf. in Gespräche mit den Investorinnen und Investoren eingeflossen sind oder einfließen könnten;
- welchen Kenntnisstand er zum Erhalt der Baumgruppe und der Freiflächen hat und welche Möglichkeiten der Handhabe er angesichts des fehlenden Bebauungsplans, mit dem diese gesichert werden könnten, sieht.
Der Magistrat wird auch gebeten, sich dafür einzusetzen, dass auch nach einer Sanierung oder einem Umbau des Gebäudes eine öffentliche Nutzung der Freiflächen und des Erdgeschosses gegeben sind und diese langfristig als sozialen Ort zu sichern.
Darüber hinaus wird der Magistrat gebeten, auf die Investorinnen und Investoren mit dem Wunsch des Ortsbeirats zuzugehen, diesem in einer der kommenden Sitzungen den aktuellen Stand der Planung für das Areal vorzustellen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 5. Januar 2024OFOF 628/3Stalburg langfristig als sozialen Ort sichernOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 25. Januar 2024Sie sind hierOMOM 5041Stalburg langfristig als sozialen Ort sichernDirektanregung
- 13. Mai 2024STST 921Stalburg langfristig als sozialen Ort sichernStellungnahme
- 2. Dezember 2024BB 437Stalburg als Kulturerbe erhaltenMagistratsbericht
- 2. Februar 2025OFOF 826/3Kulturelle Nutzung, Garten und Baumbestand der Stalburg sichernOrtsbeiratsantrag · SPD
- 20. Februar 2025OMOM 6578Kulturelle Nutzung, Garten und Baumbestand der Stalburg sichernDirektanregung
- 18. August 2025Antwort des Magistrats · nach 84 WochenSTST 1396Kulturelle Nutzung, Garten und Baumbestand der Stalburg sichernStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Handlungs- oder Prüfauftrag, den der Ortsbeirat ohne Umweg über die Stadtverordnetenversammlung direkt an den Magistrat richtet. Sie entsteht aus einem beschlossenen Ortsbeiratsantrag (OF). Der Magistrat prüft das Anliegen und antwortet mit einer Stellungnahme (ST).
- 1Ortsbeirat beschließt OF
- 2als Direktanregung an den Magistrat
- 3Magistrat prüft
- 4Stellungnahme (ST) zurück an den Ortsbeirat
Frist: 12 Wochen für den Bericht des Magistrats