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RMV-Tarifzonen abschaffen und 365-Euro-Ticket im RMV-Gebiet einführen

Lesezeit: 3 Minuten
Partei(en): SPD

S A C H S T A N D :

Antrag vom 04.02.2021, OF 726/12 Betreff: RMV-Tarifzonen abschaffen und 365-Euro-Ticket im RMV-Gebiet einführen Der Ortsbeirat möge beschließen: Der Magistrat wird gebeten, auf den RMV dahingehend einzuwirken, die Tarifzonen abzuschaffen und ein 365 Euro-Ticket einzuführen. Kalbach-Riedberg ist als nordwestlich gelegener Stadtteil in verschiedene Himmelsrichtungen mittelbar oder unmittelbar an Städte im Umland angebunden (Oberursel, Weißkirchen und Bad Homburg), die deswegen auch wichtige Ziele sind, wenn es etwa um Fahrten zum Arbeitsplatz, zur Freizeitgestaltung oder zum Facharzt geht. Aus diesem Grund haben die Anwohner Kalbach-Riedbergs ein besonderes Interesse daran, die seit Jahren bestehenden Tarifungerechtigkeiten bei Fahrten über geringe Distanz endlich durch eine gerechte Preisgestaltung abzulösen.

Begründung:

Die ÖPNV-Preise im Rhein-Main-Gebiet sind zu hoch. Dies ist insbesondere bei Tarifzonenwechsel spürbar und schreckt viele Pendler ab, auf den ÖPNV umzusteigen. So kostet die Fahrt von Hanau nach Frankfurt (€ 6,90) einfach mehr als 30 % mehr als die einfache Fahrt z. B. von Friedrichsdorf nach Frankfurt (€ 5,00). Diese Tarifungerechtigkeit kann unter den gegebenen Umständen nicht akzeptiert werden. Selbst mit der Nutzung eines Monatstickets ist der ÖPNV immer noch wesentlich teurer als die Fahrt mit dem PKW (Hanau - FFM € 164,50, Friedrichsdorf-FFM € 140,50). Die ÖPNV-Preise müssen schnellstens gesenkt werden, um mehr Pendler zum Wechsel auf Busse und Bahnen zu bewegen. Nur dadurch können die Randgebiete und dazu gehört Kalbach-Riedberg, vom Autoverkehr entlastet werden und auch Fahrverbote vermieden werden. Aufgrund dessen ist einerseits ein 365 Euro-Ticket im gesamten RMV-Gebiet einzuführen. Andererseits müssen die Preise für Einzelfahrten drastisch gesenkt werden, damit auch diejenigen Bürger*innen, die selten den ÖPNV nutzen und kein 365 Euro-Ticket erwerben möchten, statt mit dem Auto mit dem ÖPNV fahren. Daher bedarf es eines distanzabhängigen, günstigen ÖPNV-Tarifs, welcher unter den Preisen bei den bisherigen Tarifzonenwechseln liegt.Beratung im Ortsbeirat: 12

Beratungsergebnisse:

46. Sitzung des OBR 12 am 19.02.2021, TO I, TOP 28 Beschluss: Die Vorlage OF 726/12 wird abgelehnt. Abstimmung: CDU, FDP und BFF gegen SPD, GRÜNE, LINKE. (= Annahme)