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Reflexion

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Untersuchung von Straßenverkehrsunfällen hier: Berichtsjahr 2021

S A C H S T A N D : Bericht des Magistrats vom 16.09.2022, B 364 Betreff: Untersuchung von Straßenverkehrsunfällen hier: Berichtsjahr 2021 Vorgang: A 276/73 FDP, A 602/74 FDP, B 138/20 Bericht über die Arbeitsergebnisse der Unfallkommission (Uko) der Stadt Frankfurt am Main für das Jahr 2021 Unfallhäufungsstellen (UHS) in der Stadt Frankfurt am Main Im Jahr 2021 diskutierte, bewertete und beschloss die Unfallkommission der Stadt Frankfurt am Main geeignete und angemessene Maßnahmen zur Beseitigung von Verkehrsunfällen an insgesamt 11 Unfallhäufungsstellen, die vom Polizeipräsidium Frankfurt am Main im Jahr 2021 gemeldet wurden. Die beschlossenen Maßnahmen zu diesen 11 Unfallhäufungsstellen sind alle noch in der Planungsphase, in der Umsetzungsphase oder nach Abschluss der Maßnahmen in der Bewertungsphase. Bewertungsphase: Nach einer Eingewöhnungszeit und einem fest bemessenen Beobachtungszeitraum werden Wirksamkeitsprüfungen durchgeführt. Dieser Beobachtungszeitraum ist abhängig von der Schwere der Unfälle an der Unfallhäufungsstelle. So ist u.a. für Unfallhäufungsstellen mit Sachschaden ein Zeitraum von 12 Monaten und für Unfallhäufungsstellen mit Personenschaden ein Zeitraum von 36 Monaten anzusetzen. Dieser Zeitraum ist zwingend einzuhalten, um eine optimale Vergleichbarkeit der Vorher/Nachher-Situation zu gewährleisten. Daher liegen für die meisten Unfallhäufungsstellen aus dem Jahr 2021 noch keine Ergebnisse vor. Für die zurückliegenden Jahre konnte an 21 Unfallhäufungsstellen, die ursprünglich aus den Jahren 2017 bis 2020 datieren, eine Wirksamkeitsanalyse durchgeführt werden. (s. u: Alle UHS mit Wirksamkeitsanalyse). Die Zusammenfassung der statistischen Daten: Unfallhäufungs- stellen Unfälle Tote Schwer- verletzte Leicht- verletzte Verletzte Personen Unfallkosten pro Jahr (€) vorher 133 0 10 76 86 1.679.600 nachher 44 0 2 31 33 527.300 Zu-/Abnahme -67% 0 -80% -59% -61% -1.152.300 Tabelle 1: Auswertung der 21 Unfallhäufungsstellen mit Wirksamkeitsüberprüfung Resümee: · Die Zahl der Verkehrsunfälle an den ausgewerteten Unfallhäufungsstellen sank um zwei Drittel (67%) · Besonders deutlich ist der hohe Rückgang bei der Anzahl der schwerverletzten Personen auf zwei. · Die Anzahl der verletzten Personen reduzierte mehr als die Hälfte (61%) · Die jährlichen Unfallkosten verringerten sich um mehr als 1 Millionen Euro. Die Unfallkosten werden mit Hilfe der Software "Elektronische Unfalltypensteckkarte" (EUSKA) standardisiert ermittelt. Es handelt sich hierbei um diejenigen Kosten, die durch Personen- und Sachschäden bei einem Verkehrsunfall entstehen. Sie beinhalten Reproduktionskosten, Ressourcenkosten, humanitäre Kosten, Staukosten oder andere Kostenpositionen. Gegebenenfalls abweichende Untersuchungsergebnisse im Vorher-Nachher-Vergleich gegenüber Berichten der Unfallkommission aus früheren Jahren sind auf unterschiedliche Untersuchungszeiträume und den jährlich neuberechneten Kostenfaktoren zurückzuführen. Verkehrsunfälle mit getöteten Personen im Jahr 2021 Die Zahl der durch Verkehrsunfälle getöteten Personen ist von 8 im Jahr 2020 auf 4 im Jahr 2021 gefallen. Alle Verkehrsunfälle mit tödlich Verunglückten wurden oder werden derzeit noch in der Unfallkommission behandelt: 1. Zum Bergwerk, 03.07.2021, 14:15 Unfallhergang: Ein PKW fährt rückwärts gegen ein anderes PKW, an dessen Kofferraum zwei Personen stehen. Eine Frau wird schwer verletzt und verstirbt am 08.07.2021 an ihren Verletzungen. Die zweite Person wird leicht verletzt. 2. Hanauer Landstraße 258, 06.11.21, 18:18 Uhr Unfallhergang: Ein LKW biegt von der Straße an den Riederhöfen nach rechts auf die Hanauer Landstraße ab. Ein Fußgänger quert vor dem LKW die Fahrbahn (von rechten Gehweg auskommend) und wird vom LKW überrollt. Der Fußgänger kommt auf der zweiten Fahrspur zum Liegen und erleidet vor Ort tödliche Verletzungen. 3. L3008 / Niedereschbacher Straße Kreuzungsbereich, 11.11.21, 18:25 Uhr Unfallhergang: Ein Fußgänger überquert im Kreuzungsbereich die Fahrbahn (keine Fußgängerfurt, keine Lichtsignalregelung für Fußgänger_innen) und wird dabei von einem geradeausfahrenden PKW touchiert und verstirbt im Krankenhaus. 4. Thudichumstraße / Trümpertstraße, 26.11.2021, 09:33 Uhr Unfallhergang: Ein Fahrradfahrer fährt vom gemeinsamen Geh- und Radweg (Verkehrszeichen (VZ) 241 Straßenverkehrs-Ordnung (StVO)) auf die Straße und quert die Fahrbahn über eine Lichtsignalanlage für den Fußverkehr (Rotlicht), ohne auf den Verkehr zu achten und stößt mit dem dort fahrenden Kleinkraftrad zusammen. Der Fahrradfahrer verstirbt am 30.11.2021. Im Jahr 2021 wurden noch 4 weitere tödlich verunglückte Personen erfasst, die allerdings nicht in die Verkehrsunfallstatistik einfließen und nicht von der Unfallkommission behandelt wurden. Es handelt sich hierbei um Unfälle bei denen als Ursache Tötungsabsicht, Bahnunfall oder Erkrankung des Fahrzeugführenden festgestellt wurde. Erläuterung zur Jahresstatistik der Unfallhäufungsstellen: Der Unfalltyp (bestimmt durch eine Nummer von 1 bis 7) beschreibt die Entstehung eines Verkehrsunfalls (z.B. Abbiege-Unfall). Die Unfallart (bestimmt durch eine Nummer von 1 bis 10) kennzeichnet die Art des Zusammenstoßes (z.B. Zusammenstoß mit einem Fahrzeug, das abbiegt). Ein Unfallhergang zu jedem einzelnen Unfall ist immer individuell und nur im Unfallbericht der Polizei vermerkt. Es wird nicht unterschieden, ob bei Unfällen explizit nur Radfahrer_innen verletzt werden. Der Jahresbericht der Unfallkommission beschäftigt sich hauptsächlich mit der Entwicklung von Unfallhäufungsstellen. Unfallhäufungsstellen sind Bereiche im Straßennetz, in denen sich wiederholt Unfälle ereignen. Das Erkennen von Unfallhäufungsstellen erfolgt mittels Grenzwerten, z.B.: 5 Verkehrsunfälle in 12 Monaten bei annähernd gleichen Verkehrsbedingungen (hell, dunkel, Dämmerung, trocken, nass) an einem Konfliktpunkt (Kreuzung, Kurve, Strecke). Detaillierte Informationen zu Verkehrsbeteiligungen und Unfallursachen von Verkehrsunfällen finden sich im jährlichen Verkehrsbericht der Polizei. (s. z.B. im Verkehrsbericht 2020, Statistischer Teil der Direktion Verkehrssicherheit des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main, Punkt 2.7.2 Fahrräder, S.26f.) Weitere Informationen zur Arbeit und Zusammensetzung der Uko sind unter www.frankfurt.de Stichwort "Unfallkommission" zu finden: "Was ist die Uko? FAQ zur Unfallkommission der Stadt Frankfurt" Jahres-Statistik Unfallhäufungsstellen nach Uko-Beschluss 2017 1 UHS 17-3-4 Untermainbrücke/ Untermainkai Beteiligung Radfahrende ja Unfalltyp 2 (Abbiege-Unfall) Unfallart 3 (Zusammenstoß mit Fahrzeug, das seitlich in gleicher Richtung fährt) vorher nachher Trend Maßnahmen-wirkung (MW) Zeitraum Beginn 01.07.2016 30.09.2020 Zeitraum Ende 30.06.2017 31.10.2021 Jahreskarte (JK) 1-JK 1-JK Anzahl Verkehrsunfälle 5 5 0 0% Tote 0 0 Schwerverletzte 0 0 Leichtverletzte 5 3 -2 Unfallkosten pro Jahr 73.000 € 44.000 € -29.000€ Maßnahmen: neue Markierung und Rotmarkierung Radweg Anmerkung: Die UHS muss neu behandelt werden, da die Zahl der Leichtverletzten und der Unfälle noch zu hoch ist! 2 UHS 17-4-1 Alt-Praunheim/ Augustenburgstraße Beteiligung Radfahrende ja Unfalltyp 3 (Einbiegen/Kreuzen-Unfall) Unfallart 5 (Zusammenstoß mit Fahrzeug, das einbiegt oder kreuzt) vorher nachher Trend Maßnahmen-wirkung (MW) Zeitraum Beginn 01.01.2015 01.10.2018 Zeitraum Ende 31.12.2018 30.09.2020 Jahreskarte (JK) 3-JK 3-JK Anzahl Verkehrsunfälle 3 2 -1 33% Tote 0 0 Schwerverletzte 0 0 Leichtverletzte 3 2 -1 Unfallkosten pro Jahr 15.000 € 10.000 € -5.000 € Maßnahmen: Installation gelber Schutzblinker Anmerkung: Die UHS muss weiter beobachtet werden, da die Maßnahmenwirkung (MW) gering ist Jahres-Statistik Unfallhäufungsstellen nach Uko-Beschluss 2018 3 UHS 18-1-2 Grüneburgweg/ Eschersheimer Landstraße Beteiligung Radfahrende ja Unfalltyp 3 (Einbiegen/Kreuzen-Unfall) Unfallart 5 (Zusammenstoß mit Fahrzeug, das einbiegt oder kreuzt) vorher nachher Trend Maßnahmen-wirkung (MW) Zeitraum Beginn 01.12.2014 01.11.2018 Zeitraum Ende 30.11.2017 31.10.2021 Jahreskarte (JK) 3-JK 3-JK Anzahl Verkehrsunfälle 15 0 -15 100% Tote 0 0 Schwerverletzte 1 0 -1 Leichtverletzte 5 0 -5 Unfallkosten -94.000€ 0 € -94.000 € Maßnahmen: Neue Beschilderung (STOP), neue Markierung. (Haltlinie und Sperrfläche) 4 UHS 18-1-3 Alt-Praunheim/ Augustenburgstraße Beteiligung Radfahrende ja Unfalltyp 3 (Einbiegen/Kreuzen-Unfall) Unfallart 5 (Zusammenstoß mit Fahrzeug, das einbiegt oder kreuzt) vorher nachher Trend Maßnahmen-wirkung (MW) Zeitraum Beginn 01.12.2014 01.11.2018 Zeitraum Ende 30.11.2017 31.10.2021 Jahreskarte (JK) 3-JK 3-JK Anzahl Verkehrsunfälle 6 1 -5 83% Tote 0 0 Schwerverletzte 1 0 -1 Leichtverletzte 3 1 -2 Unfallkosten pro Jahr 71.000 € 15.000 € -56.000 € Maßnahmen: Neue Markierung und Piktogramme 5 UHS 18-1-7 Lorscher Straße/ Niddagaustraße Beteiligung Radfahrende ja Unfalltyp 3 (Einbiegen/Kreuzen-Unfall) Unfallart 5 (Zusammenstoß mit Fahrzeug, das einbiegt oder kreuzt) vorher nachher Trend Maßnahmen-wirkung (MW) Zeitraum Beginn 01.12.2014 01.11.2018 Zeitraum Ende 30.11.2017 31.10.2021 Jahreskarte (JK) 3-JK 3-JK Anzahl Verkehrsunfälle 8 2 -6 75% Tote 0 0 Schwerverletzte 2 0 -2 Leichtverletzte 2 0 -2 Unfallkosten pro Jahr 134.000 € 4.300€ -129.700 € Maßnahmen: Neue Markierung und Piktogramme, Verlegung Haltlinie 6 UHS 18-1-8 Haingraben/ Steinbacher Hohl Beteiligung Radfahrende ja Unfalltyp 3 (Einbiegen/Kreuzen-Unfall) Unfallart 5 (Zusammenstoß mit Fahrzeug, das einbiegt oder kreuzt) vorher nachher Trend Maßnahmen-wirkung (MW) Zeitraum Beginn 01.12.2014 01.11.2018 Zeitraum Ende 30.11.2017 31.10.2021 Jahreskarte (JK) 3-JK 3-JK Anzahl Verkehrsunfälle 11 6 -5 45% Tote 0 0 Schwerverletzte 0 0 Leichtverletzte 5 5 0 Unfallkosten pro Jahr 45.000 € 24.000 € -21.000 € Maßnahmen: Neue Block-Markierung Anmerkung: Die UHS muss neu behandelt werden, da die Zahl der Verletzten und der Unfälle noch zu hoch ist! 7 UHS 18-1-9 Hofhausstraße/ Friedberger Landstraße (OST) Beteiligung Radfahrende ja Unfalltyp 3 (Einbiegen/Kreuzen-Unfall) Unfallart 5 (Zusammenstoß mit Fahrzeug, das einbiegt oder kreuzt) vorher nachher Trend Maßnahmen-wirkung (MW) Zeitraum Beginn 01.12.2014 01.11.2018 Zeitraum Ende 30.11.2017 31.10.2021 Jahreskarte (JK) 3-JK 3-JK Anzahl Verkehrsunfälle 4 2 -2 50% Tote 0 0 Schwerverletzte 2 0 -2 Leichtverletzte 2 2 0 Unfallkosten pro Jahr 164.000 € 13.000 € -151.000 € Maßnahmen: Neue Markierung, Beschilderung und Piktogramme 8 UHS 18-2-3 Nibelungenallee/ Eckenheimer Landstraße Beteiligung Radfahrende ja Unfalltyp 3 (Einbiegen/Kreuzen-Unfall) Unfallart 5 (Zusammenstoß mit Fahrzeug, das einbiegt oder kreuzt) vorher nachher Trend Maßnahmen-wirkung (MW) Zeitraum Beginn 01.03.2015 01.11.2018 Zeitraum Ende 28.02.2018 31.10.2021 Jahreskarte (JK) 3-JK 3-JK Anzahl Verkehrsunfälle 3 1 -2 67% Tote 0 0 Schwerverletzte 0 0 Leichtverletzte 3 1 -2 Unfallkosten pro Jahr 15.000 € 5.000 € -10.000 € Maßnahmen: Neue Markierung und Piktogramme, Rotmarkierung 9 UHS 18-2-4 Adickesallee/ Eckenheimer Landstraße Beteiligung Radfahrende ja Unfalltyp 3 (Einbiegen/Kreuzen-Unfall) Unfallart 5 (Zusammenstoß mit Fahrzeug, das einbiegt oder kreuzt) vorher nachher Trend Maßnahmen-wirkung (MW) Zeitraum Beginn 01.03.2015 01.11.2018 Zeitraum Ende 28.02.2018 31.10.2021 Jahreskarte (JK) 3-JK 3-JK Anzahl Verkehrsunfälle 5 0 -5 100% Tote 0 0 Schwerverletzte 0 0 Leichtverletzte 4 0 -4 Unfallkosten pro Jahr 22.000 € 0 € -22.000 € Maßnahmen: Neue Markierung und Piktogramme, Rotmarkierung, Verlegung Schutzblinker 10 UHS 18-2-5 Hanauer Landstraße HN 523/ Fa. Bauhaus Beteiligung Radfahrende ja Unfalltyp 3 (Einbiegen/Kreuzen-Unfall) Unfallart 5 (Zusammenstoß mit Fahrzeug, das einbiegt oder kreuzt) vorher nachher Trend Maßnahmen-wirkung (MW) Zeitraum Beginn 01.03.2015 01.11.2018 Zeitraum Ende 28.02.2018 31.10.2021 Jahreskarte (JK) 3-JK 3-JK Anzahl Verkehrsunfälle 9 4 -5 56% Tote 0 0 Schwerverletzte 0 0 Leichtverletzte 5 3 -2 Unfallkosten pro Jahr 34.000 € 17.000 € -17.000 € Maßnahmen: Neue Markierung und Piktogramme Anmerkung: Die UHS muss neu behandelt werden, da die Zahl der Verletzten noch zu hoch ist! 11 UHS 18-2-6 Neebstraße/ Gronauer Straße Beteiligung Radfahrende nein Unfalltyp 4 (Überschreiten-Unfall) Unfallart 6 (Zusammenstoß zwischen Fahrzeug und Fußgänger) vorher nachher Trend Maßnahmen-wirkung (MW) Zeitraum Beginn 01.03.2015 01.11.2018 Zeitraum Ende 28.02.2018 31.10.2021 Jahreskarte (JK) 3-JK 3-JK Anzahl Verkehrsunfälle 9 1 -8 89% Tote 0 0 Schwerverletzte 1 1 0 Leichtverletzte 2 0 -2 Unfallkosten pro Jahr 74.000 € 58.000 € -16.000 € Maßnahmen: Geschwindigkeitsreduzierung (T30), Beschilderung 12 UHS 18-2-7 Sandweg/ Seumestraße Beteiligung Radfahrende ja Unfalltyp 3 (Einbiegen/Kreuzen-Unfall) Unfallart 5 (Zusammenstoß mit Fahrzeug, das einbiegt oder kreuzt) vorher nachher Trend Maßnahmen-wirkung (MW) Zeitraum Beginn 01.01.2015 01.11.2018 Zeitraum Ende 31.12.2017 31.10.2021 Jahreskarte (JK) 3-JK 3-JK Anzahl Verkehrsunfälle 3 1 -2 67% Tote 0 0 Schwerverletzte 0 0 Leichtverletzte 3 1 -2 Unfallkosten pro Jahr 15.000 € 5.000 € -10.000 € Maßnahmen: Beschilderung (STOP, Schraffen), Neue Haltlinie und Markierung, Piktogramme 13 UHS 18-2-8 Saalburgallee/ Andreaestraße Beteiligung Radfahrende ja Unfalltyp 3 (Einbiegen/Kreuzen-Unfall) Unfallart 5 (Zusammenstoß mit Fahrzeug, das einbiegt oder kreuzt) vorher nachher Trend Maßnahmen-wirkung (MW) Zeitraum Beginn 01.03.2015 01.11.2018 Zeitraum Ende 28.02.2018 31.10.2021 Jahreskarte (JK) 3-JK 3-JK Anzahl Verkehrsunfälle 5 0 -5 100% Tote 0 0 Schwerverletzte 0 0 Leichtverletzte 4 0 -4 Unfallkosten pro Jahr 22.000 € 0 € -22.000 € Maßnahmen: Beschilderung (STOP), Neue Haltlinie und Markierung, Piktogramme 14 UHS 18-3-8 Friedberger Warte (Haltestelle) Beteiligung Radfahrende nein Unfalltyp 4 (Überschreiten-Unfall) Unfallart 6 (Zusammenstoß zwischen Fahrzeug und Fußgänger) vorher nachher Trend Maßnahmen-wirkung (MW) Zeitraum Beginn 01.07.2014 01.11.2018 Zeitraum Ende 30.06.2017 31.10.2021 Jahreskarte (JK) 3-JK 3-JK Anzahl Verkehrsunfälle 3 0 -3 100% Tote 0 0 Schwerverletzte 0 0 Leichtverletzte 8 0 -8 Unfallkosten pro Jahr 15.000 € 0 € -15.000 € Maßnahmen: Neue Gelbmarkierung durch VGF 15 UHS 18-3-9 Mainkai/ Kurt-Schumacher-Straße Beteiligung Radfahrende ja Unfalltyp 2 (Abbiege-Unfall) Unfallart 5 (Zusammenstoß mit Fahrzeug, das einbiegt oder kreuzt) vorher nachher Trend Maßnahmen-wirkung (MW) Zeitraum Beginn 01.07.2015 01.11.2018 Zeitraum Ende 30.06.2018 31.10.2021 Jahreskarte (JK) 3-JK 3-JK Anzahl Verkehrsunfälle 4 2 -2 50% Tote 0 0 Schwerverletzte 0 0 Leichtverletzte 4 2 -2 Unfallkosten pro Jahr 19.600 € 10.000 € -9.600 € Maßnahmen: Neue Markierung (u.a. "BUS") und Piktogramme 16 UHS 18-4-7 Am Erlenbruch/ Borsigallee Beteiligung Radfahrende nein Unfalltyp 2 (Abbiege-Unfall) Unfallart 5 (Zusammenstoß mit Fahrzeug, das einbiegt oder kreuzt) vorher nachher Trend Maßnahmen-wirkung (MW) Zeitraum Beginn 01.09.2017 01.11.2020 Zeitraum Ende 31.08.2018 31.10.2021 Jahreskarte (JK) 1-JK 1-JK Anzahl Verkehrsunfälle 6 3 -3 50% Tote 0 0 Schwerverletzte 0 0 Leichtverletzte 0 0 Unfallkosten pro Jahr 41.000 € 20.000 € -21.000 € Maßnahmen: Neue Markierung und Deckennägel Jahres-Statistik Unfallhäufungsstellen nach Uko-Beschluss 2019 17 UHS 19-2-5 Bockenheimer Landstraße/ Taunusanlage Beteiligung Radfahrende nein Unfalltyp 3 (Einbiegen/Kreuzen-Unfall) Unfallart 5 (Zusammenstoß mit Fahrzeug, das einbiegt oder kreuzt) vorher nachher Trend Maßnahmen-wirkung (MW) Zeitraum Beginn 01.06.2018 01.11.2020 Zeitraum Ende 31.05.2019 31.10.2021 Jahreskarte (JK) 1-JK 1-JK Anzahl Verkehrsunfälle 10 4 -6 60% Tote 0 0 Schwerverletzte 0 0 Leichtverletzte 0 0 Unfallkosten pro Jahr 60.000 € 24.000 € -36.000 € Maßnahmen: Neue Markierung und Beschilderung (Spurtafel) 18 UHS 19-3-8 Ursinusstraße/ Poelke-Straße Beteiligung Radfahrende nein Unfalltyp 3 (Einbiegen/Kreuzen-Unfall) Unfallart 5 (Zusammenstoß mit Fahrzeug, das einbiegt oder kreuzt) vorher nachher Trend Maßnahmen-wirkung (MW) Zeitraum Beginn 01.10.2018 01.11.2020 Zeitraum Ende 30.09.2019 31.10.2021 Jahreskarte (JK) 1-JK 1-JK Anzahl Verkehrsunfälle 7 4 -3 43% Tote 0 0 Schwerverletzte 0 0 Leichtverletzte 8 7 -1 Unfallkosten pro Jahr 94.000 € 58.000 € -36.000 € Maßnahmen: Neue Markierung (u.a.Verlegung Haltlinie) Anmerkung: Die UHS muss neu behandelt werden, da die Zahl der Verletzten noch zu hoch ist! Jahres-Statistik Unfallhäufungsstellen nach Uko-Beschluss 2020 19 UHS 20-1-1 Varrentrappstraße/ Emser Brücke Beteiligung Radfahrende nein Unfalltyp 2 (Abbiege-Unfall) Unfallart 5 (Zusammenstoß mit Fahrzeug, das einbiegt oder kreuzt) vorher nachher Trend Maßnahmen-wirkung (MW) Zeitraum Beginn 01.12.2019 01.11.2020 Zeitraum Ende 31.12.2019 31.10.2021 Jahreskarte (JK) 1-JK 1-JK Anzahl Verkehrsunfälle 11 4 -7 64% Tote 0 0 Schwerverletzte 1 1 0 Leichtverletzte 6 2 -4 Unfallkosten pro Jahr 275.000 € 190.000 € -85.000 € Maßnahmen: Geschwindigkeitsreduzierung (T30) im Kreuzungsbereich 20 UHS 20-1-6 Friedberger Landstraße HN 235 Beteiligung Radfahrende ja Unfalltyp 2 (Abbiege-Unfall) Unfallart 5 (Zusammenstoß mit Fahrzeug, das einbiegt oder kreuzt) vorher nachher Trend Maßnahmen-wirkung (MW) Zeitraum Beginn 01.02.2021 01.11.2020 Zeitraum Ende 31.01.2020 31.10.2021 Jahreskarte (JK) 1-JK 1-JK Anzahl Verkehrsunfälle 3 2 -1 33% Tote 0 0 Schwerverletzte 2 0 -2 Leichtverletzte 1 2 +1 Unfallkosten pro Jahr 363.000 € 30.000 € -333.000 € Maßnahmen: Neue Markierung und Beschilderung Anmerkung: Die UHS muss weiter beobachtet werden, da die Maßnahmenwirkung (MW) gering ist 21 UHS 20-1-7 Feldbergstraße/ Wiesenau Beteiligung Radfahrende ja Unfalltyp 3 (Einbiegen/Kreuzen-Unfall) Unfallart 5 (Zusammenstoß mit Fahrzeug, das einbiegt oder kreuzt) vorher nachher Trend Maßnahmen-wirkung (MW) Zeitraum Beginn 01.06.2019 01.11.2020 Zeitraum Ende 31.05.2020 31.10.2021 Jahreskarte (JK) 1-JK 1-JK Anzahl Verkehrsunfälle 3 0 -3 100% Tote 0 0 Schwerverletzte 0 0 Leichtverletzte 3 0 -3 Unfallkosten pro Jahr 34.000 € 0 € -34.000 € Maßnahmen: Neu: Rotmarkierung Gesamtstädtisches Unfallgeschehen im Jahr 2021 Im Vergleich zu den von der Unfallkommission behandelten Verkehrsunfällen (bzw. Unfallhäufungsstellen) ist das gesamtstädtische Unfallgeschehen des vergangenen Jahres aus dem "Verkehrsbericht 2021" des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main zu entnehmen, der im Frühjahr 2022 veröffentlicht wird. Vertraulichkeit: Nein Nebenvorlage: Anregung vom 01.11.2022, OA 268 dazugehörende Vorlage: Bericht des Magistrats vom 20.03.2020, B 138 Bericht des Magistrats vom 05.06.2023, B 251 Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Mobilität und Smart-City Beratung im Ortsbeirat: 1, 2, 3, 4, 7, 11, 12, 13 Versandpaket: 21.09.2022 Beratungsergebnisse: 14. Sitzung des OBR 1 am 04.10.2022, TO I, TOP 63 Beschluss: Die Vorlage B 364 dient zur Kenntnis. Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., Volt und Die PARTEI gegen ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung) 13. Sitzung des OBR 7 am 04.10.2022, TO II, TOP 8 Beschluss: Die Vorlage B 364 dient zur Kenntnis. Abstimmung: Einstimmige Annahme 14. Sitzung des OBR 4 am 04.10.2022, TO II, TOP 18 Beschluss: Die Vorlage B 364 dient zur Kenntnis. Abstimmung: GRÜNE, SPD, CDU, LINKE., FDP und BFF gegen ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung) 14. Sitzung des OBR 2 am 10.10.2022, TO II, TOP 44 Beschluss: Die Vorlage B 364 dient zur Kenntnis. Abstimmung: Einstimmige Annahme 14. Sitzung des OBR 11 am 10.10.2022, TO II, TOP 9 Beschluss: Die Vorlage B 364 dient zur Kenntnis. Abstimmung: Einstimmige Annahme 14. Sitzung des OBR 13 am 11.10.2022, TO I, TOP 15 Beschluss: Die Vorlage B 364 dient zur Kenntnis. Abstimmung: Einstimmige Annahme 14. Sitzung des OBR 3 am 13.10.2022, TO I, TOP 54 Beschluss: Die Vorlage B 364 dient zur Kenntnis. Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE. und FDP gegen ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung) 14. Sitzung des OBR 12 am 14.10.2022, TO I, TOP 32 Beschluss: Die Vorlage B 364 dient zur Kenntnis. Abstimmung: Einstimmige Annahme 13. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Smart-City am 05.12.2022, TO I, TOP 22 Bericht: TO II Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: 1. Die Vorlage B 364 dient zur Kenntnis. 2. Die Vorlage OA 268 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. Abstimmung: zu 1. GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, BFF-BIG und FRAKTION zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD und Volt gegen LINKE., BFF-BIG und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung zu 1: ÖkoLinX-ELF und Gartenpartei (B 364 = Kenntnis, OA 268 = Annahme) 18. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 15.12.2022, TO II, TOP 51 Beschluss: 1. Die Vorlage B 364 dient zur Kenntnis. 2. Die Vorlage OA 268 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. Abstimmung: zu 1. zu 1. GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG, FRAKTION und Gartenpartei zu 2. zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD und Volt gegen LINKE., ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG, FRAKTION und Gartenpartei (= Annahme) Beschlussausfertigung(en): § 2676, 18. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vom 15.12.2022 Aktenzeichen: 32 1

Sicherer Radverkehr im Ortsbezirk 1: Unfallschwerpunkt Neue Mainzer StraßeUntermainkai/Untermainbrücke entschärfen

S A C H S T A N D : Antrag vom 11.10.2022, OF 654/1 Betreff: Sicherer Radverkehr im Ortsbezirk 1: Unfallschwerpunkt Neue Mainzer StraßeUntermainkai/Untermainbrücke entschärfen Der Ortsbeirat möge gemäß §4 Absatz 10 GOOBR folgende Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA) beschließen: Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, den Unfallschwerpunkt Untermainkai / Untermainbrücke für Radfahrende und PKW-Fahrende sicherer zu gestalten, insbesondere durch die 1. Einrichtung eines baulich getrennten Radstreifens in der Neuen Mainzer Straße zwischen Willy-Brandt-Platz und Untermainkai an Stelle des linken PKW-Fahrstreifens entlang der Oper in Richtung Süden / Untermainbrücke, 2. Neumarkierung der Radwegeführung im Bereich des Abzweiges Hofstraße in Richtung Untermainbrücke, 3. Neumarkierung der Radwegeführung im Bereich der Kreuzung Untermainkai / Neue Mainzer Straße in Richtung Untermainbrücke, 4. die damit einhergehende Neumarkierung der Rad- und Fußwegeführung im Bereich der Kreuzung Neue Mainzer Straße / Weißfrauenstraße/ Willy-Brandt-Platz sowie 5. die Anpassung der Ampelschaltungen an beiden Kreuzungen derart, dass Radfahrende und PKW in getrennten Phasen Grün erhalten (siehe Plangrafik). Begründung: Die Unfallhäufungsstelle Untermainkai / Untermainbrücke weist gemäß B364/2022 trotz Nachbesserungen und weiterer Radwegemarkierungen weiterhin Unfälle mit Radfahrenden und PKW auf, bei denen 3 bzw. 5 Personen leicht verletzt wurden (siehe B364 Tabelle Jahresstatistik Unfallhäufungsstellen 1 UHS 17-3-4). Im Kreuzungsbereich erfassen die Verkehrsteilnehmenden die Beschilderung und Ampelschaltungen oft nicht auf den ersten Blick. Insbesondere in Richtung Untermainbrücke kreuzt der Rad- und Fußweg die PKW-Fahrspuren unerwartet von links. Auf Grund der ungewöhnlichen Verkehrsführung kommt es jedes Jahr zu Unfällen zwischen PKW, die mit weiteren, in gleicher Richtung fahrenden PKW zusammenstoßen. Wegen der ungewöhnlichen Anordnung der Radampeln in der Straßenmitte verwechseln Radfahrende und PKW-Fahrende die Signale und stoßen ebenfalls zusammen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Radweg in der Neuen Mainzer Straße zwischen Willy-Brandt-Platz und Hofstraße praktisch auf dem ohnehin schmalen Gehweg verläuft, so dass sich bereits dort Radfahrende und Fußgehende gegenseitig gefährden. Alleine um auf diesen Radweg zu gelangen, muss der Wehweg auf dem Willy-Brand-Platz gekreuzt werden. Dies führt zu Stress bei allen Beteiligten. Bereits an der nächsten Ampel am Abzweig Hofstraße können Radfahrende den PKW-Verkehr von rechts erst sehen, wenn sie die Fahrbahnkante erreicht haben. Im Anschluss müssen Radfahrende auf der Mittelinsel weiter fahren und ca. 30m weiter wieder an einer Ampel anhalten. Eine grüne Welle für Radfahrende gibt es natürlich nicht. Danach queren Radfahrende zwei Fahrbahnen und zwei Fußgängerüberwege, bis sie auf dem Radweg über die Untermainbrücke fahren können. Gemäß Jahres-Statistik muss die Unfallhäufungsstelle neu behandelt werden. Ein baulich getrennter Radstreifen in beide Richtungen entlang der Neuen Mainzer Straße, die Neuordnung der Verkehrsführung, die Neumarkierung und die Anpassung der Ampelanlagen an beiden Kreuzungen sowie der Entfall einer von drei PKW-Fahrspuren in Richtung Innenstadt würde die Sicherheit aller Verkehrbeteiligten signifikant erhöhen und die Anzahl an Unfällen und Verletzten senken helfen. Anlagen: Tabelle Jahresstatistik Unfallhäufungsstellen 1 UHS 17-3-4 (B364/2022) Plangrafik (Geoportal Frankfurt / Luftbild 2021; Alexander Mitsch) Antragsteller: GRÜNE Vertraulichkeit: Nein Beratung im Ortsbeirat: 1 Beratungsergebnisse: 15. Sitzung des OBR 1 am 01.11.2022, TO I, TOP 25 Beschluss: Anregung OA 268 2022 Die Vorlage OF 654/1 wird mit der Maßgabe beschlossen, dass der Antragstenor, um die folgende Ziffer ergänzt wird: "6. die Einrichtung eines Fahrradstreifens auf der Nordseite des Jüdischen Museums zugunsten des Wegfalls der rechten Fahrspur für den motorisierten Individualverkehr." Abstimmung: Einstimmige Annahme

Sicherer Radverkehr im Ortsbezirk 1: Unfallschwerpunkt Neue Mainzer Straße Untermainkai/Untermainbrücke entschärfen Bericht des Magistrats vom 16.09.2022, B 364

S A C H S T A N D : Anregung vom 01.11.2022, OA 268 entstanden aus Vorlage: OF 654/1 vom 11.10.2022 Betreff: Sicherer Radverkehr im Ortsbezirk 1: Unfallschwerpunkt Neue Mainzer Straße Untermainkai/Untermainbrücke entschärfen Bericht des Magistrats vom 16.09.2022, B 364 Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird gebeten, den Unfallschwerpunkt Untermainkai/Untermainbrücke für Radfahrende und Pkw-Fahrende sicherer zu gestalten, insbesondere durch: 1. Einrichtung eines baulich getrennten Radstreifens in der Neuen Mainzer Straße zwischen Willy-Brandt-Platz und Untermainkai an Stelle des linken Pkw-Fahrstreifens entlang der Oper in Richtung Süden/Untermainbrücke; 2. Neumarkierung der Radwegeführung im Bereich des Abzweiges Hofstraße in Richtung Untermainbrücke; 3. Neumarkierung der Radwegeführung im Bereich der Kreuzung Untermainkai/Neue Mainzer Straße in Richtung Untermainbrücke; 4. die damit einhergehende Neumarkierung der Rad- und Fußwegeführung im Bereich der Kreuzung Neue Mainzer Straße/Weißfrauenstraße/Willy-Brandt-Platz; 5. die Anpassung der Ampelschaltungen an beiden Kreuzungen derart, dass Radfahrende und Pkw in getrennten Phasen Grün erhalten (siehe Plangrafik) sowie 6. die Einrichtung eines Fahrradstreifens auf der Nordseite des Jüdischen Museums zugunsten des Wegfalls der rechten Fahrspur für den motorisierten Individualverkehr. Begründung: Die Unfallhäufungsstelle Untermainkai/Untermainbrücke weist gemäß Bericht des Magistrats vom 16.09.2022, B 364, trotz Nachbesserungen und weiterer Radwegemarkierungen weiterhin Unfälle mit Radfahrenden und Pkw-Fahrenden auf, bei denen drei bzw. fünf Personen leicht verletzt wurden (siehe Bericht B 364 Tabelle Jahresstatistik Unfallhäufungsstellen 1 UHS 17-3-4). Im Kreuzungsbereich erfassen die Verkehrsteilnehmenden die Beschilderung und Ampelschaltungen oft nicht auf den ersten Blick. Insbesondere in Richtung Untermainbrücke kreuzt der Rad- und Fußweg die Pkw-Fahrspuren unerwartet von links. Aufgrund der ungewöhnlichen Verkehrsführung kommt es jedes Jahr zu Unfällen zwischen Pkw, die mit weiteren, in gleicher Richtung fahrenden Pkw zusammenstoßen. Wegen der ungewöhnlichen Anordnung der Radampeln in der Straßenmitte verwechseln Radfahrende und Pkw-Fahrende die Signale und stoßen ebenfalls zusammen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Radweg in der Neuen Mainzer Straße zwischen Willy-Brandt-Platz und Hofstraße praktisch auf dem ohnehin schmalen Gehweg verläuft, sodass sich bereits dort Radfahrende und zu Fuß Gehende gegenseitig gefährden. Alleine um auf diesen Radweg zu gelangen, muss der Gehweg auf dem Willy-Brand-Platz gekreuzt werden. Dies führt zu Stress bei allen Beteiligten. Bereits an der nächsten Ampel am Abzweig Hofstraße können Radfahrende den Pkw-Verkehr von rechts erst sehen, wenn sie die Fahrbahnkante erreicht haben. Im Anschluss müssen Radfahrende auf der Mittelinsel weiterfahren und circa 30 Meter weiter wieder an einer Ampel anhalten. Eine grüne Welle für Radfahrende gibt es natürlich nicht. Danach queren Radfahrende zwei Fahrbahnen und zwei Fußgängerüberwege, bis sie auf dem Radweg über die Untermainbrücke fahren können. Gemäß Jahresstatistik muss die Unfallhäufungsstelle neu behandelt werden. Ein baulich getrennter Radstreifen in beide Richtungen entlang der Neuen Mainzer Straße, die Neuordnung der Verkehrsführung, die Neumarkierung und die Anpassung der Ampelanlagen an beiden Kreuzungen sowie der Entfall einer von drei Pkw-Fahrspuren in Richtung Innenstadt würde die Sicherheit aller Verkehrsbeteiligten signifikant erhöhen und die Anzahl an Unfällen und Verletzten senken helfen. Anlagen: Tabelle Jahresstatistik Unfallhäufungsstellen 1 UHS 17-3-4 (B364/2022) Plangrafik (Geoportal Frankfurt/Luftbild 2021; Alexander Mitsch) Antragstellender Ortsbeirat: Ortsbeirat 1 Vertraulichkeit: Nein Hauptvorlage: Bericht des Magistrats vom 16.09.2022, B 364 dazugehörende Vorlage: Bericht des Magistrats vom 10.03.2023, B 122 Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Mobilität und Smart-City Versandpaket: 09.11.2022 Beratungsergebnisse: 13. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Smart-City am 05.12.2022, TO I, TOP 22 Bericht: TO II Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: 1. Die Vorlage B 364 dient zur Kenntnis. 2. Die Vorlage OA 268 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. Abstimmung: zu 1. GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, BFF-BIG und FRAKTION zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD und Volt gegen LINKE., BFF-BIG und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung zu 1: ÖkoLinX-ELF und Gartenpartei (B 364 = Kenntnis, OA 268 = Annahme) 18. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 15.12.2022, TO II, TOP 51 Beschluss: 1. Die Vorlage B 364 dient zur Kenntnis. 2. Die Vorlage OA 268 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. Abstimmung: zu 1. zu 1. GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG, FRAKTION und Gartenpartei zu 2. zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD und Volt gegen LINKE., ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG, FRAKTION und Gartenpartei (= Annahme) Beschlussausfertigung(en): § 2676, 18. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vom 15.12.2022 Aktenzeichen: 66-6

Sicherer Radverkehr im Ortsbezirk 1: Unfallschwerpunkt Neue Mainzer Straße Untermainkai/Untermainbrücke entschärfen

S A C H S T A N D : Bericht des Magistrats vom 10.03.2023, B 122 Betreff: Sicherer Radverkehr im Ortsbezirk 1: Unfallschwerpunkt Neue Mainzer Straße Untermainkai/Untermainbrücke entschärfen Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 15.12.2022, § 2676 Ziffer 2. - OA 268/22 OBR 1 - Vorhandene Markierungen im Abschnitt, um den es in der Anregung geht, werden überprüft und, falls notwendig, im Frühjahr 2023 erneuert. Der gesamte Bereich, insbesondere zwischen Untermainkai/Untermainbrücke, Neue Mainzer Straße, der Kreuzung am Willy-Brandt-Platz, ist Teil des Projektes Fahrradtrasse City-/Anlagenring im Zuge des Antrags NR 895/2019 beziehungsweise des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung vom 29.08.2019, § 4424/2019. Laut Beschluss ist eine Machbarkeitsstudie zu erarbeiten. Diese liegt inzwischen vor und wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2023 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die in der Anregung OA 268 genannten Maßnahmen zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur und Verminderung von Verkehrsunfällen vornehmlich zwischen Rad- und Kraftfahrzeugfahrer:innen sind bereits in der Machbarkeitsstudie enthalten. Der Magistrat wird nach und nach die Maßnahmen aus der Machbarkeitsstudie weiterentwickeln und die Planungen konkretisieren. Wann genau mit welcher Maßnahme begonnen wird, lässt sich derzeit nicht abschätzen. Für alle Maßnahmen sind detaillierte Planungen erforderlich, die eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen und aus denen sich genaue Umsetzungszeiträume ergeben. Zur Entschärfung der Unfallhäufungsstelle bei der Zufahrt Untermainbrücke (Unfälle zwischen geradeaus fahrenden Radfahrer:innen und rechtsabbiegenden Kraftfahrzeugen), wurde insbesondere geprüft, ob sich eine getrennte Signalisierung der beiden Verkehrsströme umsetzen lässt (oben aufgeführte Drucksache Punkt e beziehungsweise OA 268 Punkt 5). Dabei müsste der rechtsabbiegende Kfz-Verkehr auf dem rechten Fahrstreifen und der geradeaus fahrende Kfz-Verkehr auf dem linken Fahrstreifen geführt werden. Mit den bestehenden Verkehrsbelastungen und den aktuellen Freigabezeiten ergäbe sich auf dem Geradeausfahrstreifen eine Auslastung von etwa 150%. Eine getrennte Signalisierung lässt sich unter diesen aktuellen Umständen deshalb nicht einrichten. Stattdessen wird deshalb die Haltelinie des KFZ-Verkehrs noch weiter nach hinten versetzt (auf 5 m, derzeit sind es 3 m). Außerdem werden Minileitbaken zwischen Fahrstreifen und Radfahrstreifen angebracht. Weiter wird eine Sperrfläche im Kurvenbereich markiert, um den Abbiegeradius des Kfz-Verkehrs zu verkleinern. Vertraulichkeit: Nein dazugehörende Vorlage: Anregung vom 01.11.2022, OA 268 Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Mobilität und Smart-City Beratung im Ortsbeirat: 1 Versandpaket: 15.03.2023 Beratungsergebnisse: 20. Sitzung des OBR 1 am 02.05.2023, TO I, TOP 63 Beschluss: Die Vorlage B 122 dient zur Kenntnis. Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE. und Die Partei gegen ÖkoLinX ARL (= Zurückweisung) 18. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Smart-City am 12.06.2023, TO I, TOP 15 Beschluss: nicht auf TO Die Vorlage B 122 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS) Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., AfD, Volt und FRAKTION gegen ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (= Kenntnis) Beschlussausfertigung(en): § 3311, 18. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Smart-City vom 12.06.2023 Aktenzeichen: 66-2

Beratung im Ortsbeirat: 4