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Reflexion

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Multifunktionsarena auf dem Stadiondreieck Areal P9

S A C H S T A N D : Bericht des Magistrats vom 22.11.2024, B 431 Betreff: Multifunktionsarena auf dem Stadiondreieck Areal P9 Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 22.09.2022, § 2236 (M 119) Zwischenbericht: Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 22.9.2022, § 2236 (M 119) wurde der Magistrat beauftragt vertieft zu prüfen, ob eine ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Grundlage besteht, um eine Multifunktionsarena auf der Fläche P9 auf dem Stadiongelände errichten zu können. Die Federführung wurde der Sportpark Stadion Frankfurt am Main Gesellschaft für Projektentwicklungen mbH übertragen. Die Prüfaufträge wurden vergaberechtskonform vergeben. Die Ergebnisse liegen vor und die Prüfungen sind damit abgeschlossen. Zu den Prüfaufträgen im Einzelnen: Funktionalplanung - Es wurde der Flächenbedarf für die funktionalen Anforderungen an eine Multifunktionsarena nach aktuellen Standards der Profiligen Basketball und Eishockey sowie für Kulturveranstaltungen ermittelt. Im Einzelnen: o Die Multifunktionsarena hat eine Maximalkapazität von ca. 15.000 PAX (Event mit Center-Stage) und eine temporäre Erweiterungsoption bei höheren Kapazitätsanforderungen. Im Einzelnen: § Neutrale Bestuhlung 12.000 PAX § Endstage Konzert 13.500 PAX § Centerstage Konzert 15.200 PAX § Eishockey 13.000 PAX § Basketball 12.500 PAX § Ausbauoption Oberrang für Sport auf 15.000+ PAX § 120 Rollstuhlfahrerpositionen o Im Hospitality-Bereich werden Logen mit insgesamt 1.510 PAX plus optionale Ergänzungsflächen mit 65 PAX nachgewiesen. Im Einzelnen: § Sportslounge (PGA) ~ 240 PAX § Businessclub ~ 485 PAX § Premium Club ~ 385 PAX § Logen (ca. 35-40 Stk.) ~ 400 PAX - Die Anforderungen der Basketball- und Eishockeyclubs und ihrer Ligen an Funktionsräume sowie die Bedarfe für Konzerte, Kulturveranstaltungen u.Ä. werden erfüllt und sind auf der Fläche abbildbar. Der Bedarf lässt sich auf der Fläche realisieren. - Die Multifunktionsarena kann sinnvoll und funktional in das Umfeld des Deutsche Bank Parks integriert werden. Dies kann durch objekt- und standortspezifische Ausgestaltung, wie z.B. Fassaden- und Dachbegrünung, Photovoltaik, Energieeffizienz in Bau und Betrieb, etc. und im Bereich teils bereits versiegelter Flächen realisiert werden. - Auf dem Dach sind Begrünung, Photovoltaikanlage, Dachterrasse mit Skyline-Blick und Lehrpfad möglich. - 280 Tiefgaragenstellplätze in der Multifunktionsarena werden nachgewiesen Auftragnehmer: AS+P Albert Speer + Partner GmbH, in Zusammenarbeit mit Fraport Skyliners, Löwen Frankfurt und den beiden Ligen (BBL und DEL) Kostenrahmen - Der Kostenrahmen für den Bau der Multifunktionsarena wurde auf Grundlage des Preisniveaus von 2024 sowie Benchmarks ermittelt und liegt bei 256,47 Mio. Euro. Darin enthalten sind Baunebenkosten und Risikoaufschlag. - Als Vergleichsobjekte wurden die Arenen in Mannheim, Düsseldorf, Berlin, Köln, Hamburg und Hannover herangezogen. Auftragnehmer: AS+P Albert Speer + Partner GmbH durchgeführt durch PROPROJEKT Planungsmanagement & Projektberatung GmbH als Subunternehmer Mobilitätskonzept - Im Einzelbetrieb (kein Parallelbetrieb und kein Konsekutivbetrieb) ist die Multifunktionsarena verkehrlich gut erschlossen und nutzt nachhaltig die vorhandene Infrastruktur. - Eine Herausforderung stellt der Parallel- oder Konsekutivbetrieb mit Vollauslastung von Stadion und Multifunktionsarena dar, was an circa 15 Tagen pro Jahr der Fall sein wird. Folgende Lösungsmöglichkeiten weist das Mobilitätskonzept hierfür als notwendig und realisierbar aus: o Verschiebung Modal Split zu Umweltverbund durch Ertüchtigung und Ausbau der verkehrlichen Infrastruktur (bspw. durch RTW). o Bau von Fahrradabstellanlagen und PKW-/Bus-Parkplätzen bzw. -Parkhäusern o Ausweitung der Angebote, z.B. Anreiz zur Erhöhung des Besetzungsgrades beim MIV. Zeitliche Verlängerung von An- und Abreise, z.B. durch gezielte Angebote an Gäste o Aufbau eines dynamischen und integrierten Verkehrsleitsystems zur Lenkung aller Verkehrsströme (Fußverkehr, Radverkehr, motorisierter Individualverkehr, ÖPNV, Taxiverkehr usw.) für die Multifunktionsarena - Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen wird auch die verkehrliche Situation im alleinigen Veranstaltungsbetrieb des Stadions verbessert und die Belastung der Anwohner*innen und Besucher*innen des Stadions nachhaltig verringert. Eine Entlastung der Anwohner:innen im gesamten Stadtteil Niederrad wird, unabhängig des Neubaus der Multifunktionsarena, für den gesamten Bereich des Deutsche Bank Parks notwendig. Auftragnehmer: SSP Consult - Beratende Ingenieure GmbH, in Zusammenarbeit mit RMV, Traffiq, Straßenverkehrsamt, Klimareferat, Anrainern der Otto-Fleck-Schneise Umwegrentabilität - Frankfurt ist die einzige A-Stadt in Deutschland ohne Multifunktionsarena - Effekte durch Bau (einmalig): 253,2 Mio. Euro Bruttowertschöpfung insgesamt, davon 141,4 Mio. Euro auf regionaler Ebene. - Effekte durch Betrieb (p.a.): 141 Mio. Euro Bruttowertschöpfung insgesamt, davon 121 Mio. Euro auf regionaler Ebene - Über 30 Jahre und bezogen auf Bau und Betrieb beträgt die Bruttowertschöpfung das 14,7fache der Investition bezogen auf die Region (national: 17,5fache). Zudem fallen für jeden Euro Invest bis zu 2,20 Euro an zusätzlichen Steuereinnahmen und Beiträgen zur Sozialversicherung in der Region an (national: 7,50 Euro). - Effekte aus Werbe- und Imagewert wurden in die Berechnung nicht einbezogen - Effekte auf Festhalle: Je nach Szenario ist ein relativ niedriger bis mittlerer negativer Effekt auf die Festhalle Messe Frankfurt zu erwarten (Verringerung der Bruttowertschöpfung um 26 bis 47 Mio. Euro p.a). Dieser wird durch den positiven Gesamteffekt der Multifunktionsarena überkompensiert. Auftragnehmer: Deloitte GmbH Vergabe und Realisierungsmodelle - Gegenwärtig werden für den Bau und die Realisierung Investorenmodelle oder auf der Grundlage bisheriger Ausschreibungsergebnisse, der aktuellen Marktlage und Auswertung von Arenen in anderen Städten als nicht geeignet eingeschätzt. Es wird empfohlen, den Bau durch die Stadt Frankfurt am Main oder eine städtische Gesellschaft zu realisieren. - Für den Betrieb der Multifunktionsarena ergeben sich daraus drei Varianten: Eigenbetrieb durch die Stadt Frankfurt am Main oder Verpachtung an einen Dritten oder Verpachtung an einen Dienstleistungskonzessionär. Aktuell wird die Variante der Ausschreibung und Beauftragung an einen Dienstleistungskonzessionär favorisiert. Für dieses Vorgehen gibt es Benchmarks, so dass dies im Einklang mit Beihilferecht abbildbar ist. - Auf der Grundlage der besprochenen Modelle ist nicht zu erwarten, dass eine komplette Refinanzierung der Investition erfolgen kann. Dies ist bei allen Modellen identisch. Auftragnehmer: FPS Fritze Wicke Seelig Partnerschaftsgesellschaft von Rechtsanwälten mbB Verlagerung der bisherigen Funktion P9 als Gästeaufstellfläche Die Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2022 hat für die Verlagerung der bisherigen Funktion des P9 als Aufstellfläche für Gästebusse aus Sicherheitsgründen einen Bereich vor der Osttribüne des Stadions vorgesehen. In der vertieften Prüfung waren sowohl die Branddirektion als auch die Polizei eingebunden, um deren Anforderungen zur Trennung der Fangruppen auf dem Stadiongelände zu erfüllen. Die wesentlichen Ergebnisse: - Es können entsprechende Parkflächen im Bereich vor der Osttribüne geschaffen werden. - Aufgrund der notwendigen Eingriffe in den Baumbestand wurde ein artenschutzrechtlicher Fachbeitrag beauftragt. Über die vorliegenden Ergebnisse und daraus resultierenden Maßnahmen wurde die UNB informiert. Ein entsprechender Antrag wird gestellt, sobald eine Entscheidung zur Umsetzung des Gesamtprojektes vorliegt. - Der forstrechtliche Ausgleich für den Eingriff in den Baumbestand ist, nachdem im Frankfurter Stadtwald nach Abstimmung mit dem Grünflächenamt/Stadtforst keine Flächen zur Verfügung stehen, im Main-Kinzig-Kreis vorgesehen. Die erforderlichen Aufforstungsflächen wurden bereits bei dem Eigentümer reserviert. Eine Verlängerung der Waldparkplatzbrücke zur Multifunktionsarena ist technisch umsetzbar. Zusammenfassung der Ergebnisse - Eine Halle mit der Kapazität von 12.000 bis 13.000 Besucher*innen im Sportbetrieb, temporär ausbaubar für Sonderveranstaltungen bis zu 15.000 Plätzen und für Konzerte mit bis zu 15.200 Plätze wurde nachgewiesen. - Die erforderlichen Funktionalitäten einer Multifunktionsarena mit Kultur- und Kongressveranstaltungen und zwei Sportteams können auf dem vorgesehenen Areal P9 abgebildet werden. - Für Veranstaltungstage an denen nur die Multifunktionsarena bespielt wird ist die verkehrliche Infrastruktur mehr als ausreichend. Für den Parallel- bzw. Konsekutivbetrieb von Stadion und Multifunktionsarena an ca. 15 Tagen/Jahr zeigt das Mobilitätskonzept Lösungen auf. - Für die Vollauslastung des Stadions sowie bei Parallel- bzw. Konsekutivbetrieb von Stadion und Multifunktionsarena sind massive Ertüchtigungen der verkehrlichen Infrastruktur erforderlich, die vor Inbetriebnahme einer Multifunktionsarena gebaut und in Betrieb genommen sein müssen. - Der Parkplatz für Busse der Gästefans kann in den Bereich zwischen Osttribüne und Eintracht-Proficamp verlagert werden. - Die abgeschätzte Umwegrendite weist einen signifikanten gesamtwirtschaftlichen Impakt auf (u. a. Bruttowertschöpfung und Beschäftigung). Die Auswirkungen auf die Festhalle Messe Frankfurt sind moderat. - Der Kostenrahmen für die Errichtung der Multifunktionsarena wurde mit rund 256 Mio. Euro ermittelt. - Mit einer Ausschreibung der Dienstleistungskonzession kann das gegenwärtig vorgesehene Betreibermodell vergabe- und beihilferechtskonform umgesetzt werden. - Das Mobilitätskonzept schlägt Einzelmaßnahmen zur Ertüchtigung der verkehrlichen Infrastruktur vor. Ein Teil dieser Maßnahmen ist unabhängig vom Bau der Multifunktionsarena. Dadurch wird die verkehrliche Situation, die insbesondere durch die Aufforstung der Isenburger Schneise entstehen wird, neu beordnet. Ein weiterer Teil der vorgeschlagenen Maßnahmen ist geeignet, die Verkehrssicherheit im Falle des Doppelbetriebes von Stadion und Multifunktionsarena herzustellen. Aus den vorgeschlagenen Einzelmaßnahmen ist nun ein abgestimmtes und umsetzbares Maßnahmenpaket zu entwickeln. Auf dieser Grundlage können im nächsten Schritt die damit verbundenen Kosten ermittelt werden. Um die Verkehrssicherheit für den Doppelbetrieb von Multifunktionsarena und Stadion zu gewährleisten, sind Maßnahmen in die Verkehrsinfrastruktur notwendig, welche möglicherweise einen Eingriff in den Bannwald erfordern und mit erheblichen Kosten verbunden sein dürften. Anlage 1_Ergebnisse_d_Mobilitaetskonzepts (ca. 6 MB) Anlage 2_Ergebnisse_d_Funktionalplanung (ca. 10,9 MB) Anlage 3_Ergebnisse_d_Berechnung (ca. 3,5 MB) Anlage 4_Ergebnisse_d_Kostenberechnung (ca. 3,2 MB) Anlage 5_Ergebnisse_rechtliche_Ueberpruefung (ca. 2,6 MB) Anlage 6_Artenschutzrechtliches_Gutachten (ca. 12,2 MB) Anlage 7_Machbarkeitsstudie_Gaesteparken (ca. 6,9 MB) Vertraulichkeit: Nein Nebenvorlage: Antrag vom 04.02.2025, OF 1316/5 dazugehörende Vorlage: Vortrag des Magistrats vom 22.07.2022, M 119 Antrag vom 04.02.2025, OF 1336/5 Bericht des Magistrats vom 05.05.2025, B 166 Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Kultur, Wissenschaft und Sport Ausschuss für Planen, Wohnen und Städtebau Ausschuss für Mobilität und Smart-City Ausschuss für Klima- und Umweltschutz Beratung im Ortsbeirat: 5 Versandpaket: 27.11.2024 Beratungsergebnisse: 35. Sitzung des OBR 5 am 24.01.2025, TO I, TOP 46 Beschluss: Die Vorlage B 431 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. Abstimmung: Einstimmige Annahme 33. Sitzung des Ausschusses für Klima- und Umweltschutz am 13.02.2025, TO I, TOP 16 Beschluss: nicht auf TO Die Vorlage B 431 (Zwischenbericht) dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS) Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD, Volt, FRAKTION und BFF-BIG gegen Linke (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF und Gartenpartei (= Zurückweisung) 33. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Smart-City am 17.02.2025, TO I, TOP 17 Beschluss: nicht auf TO Die Vorlage B 431 (Zwischenbericht) dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS) Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD, Volt und BFF-BIG gegen Linke, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Zurückweisung) 33. Sitzung des Ausschusses für Planen, Wohnen und Städtebau am 18.02.2025, TO I, TOP 20 Beschluss: nicht auf TO Die Vorlage B 431 (Zwischenbericht) dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS) Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, Volt, FRAKTION und BFF-BIG gegen ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD und Gartenpartei (= Kenntnis) Stadtv. Yilmaz (= Zurückweisung) 33. Sitzung des Ausschusses für Kultur, Wissenschaft und Sport am 20.02.2025, TO I, TOP 12 Beschluss: nicht auf TO Die Vorlage B 431 (Zwischenbericht) dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS) Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD, Volt und BFF-BIG gegen Linke (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung) FRAKTION und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Kenntnis) 36. Sitzung des OBR 5 am 21.02.2025, TO I, TOP 18 Beschluss: 1. Die Vorlage B 431 dient zur Kenntnis. 2. Die Vorlage OF 1316/5 wird abgelehnt. Abstimmung: zu 1. CDU, SPD und BFF gegen GRÜNE, Linke und AfD (= Zurückweisung) zu 2. CDU, SPD, AfD und BFF gegen GRÜNE und Linke (= Annahme) Beschlussausfertigung(en): § 5719, 33. Sitzung des Ausschusses für Kultur, Wissenschaft und Sport vom 20.02.2025

Multifunktionsarena auf dem Stadiongelände P9: Grundsatzbeschluss

S A C H S T A N D : Vortrag des Magistrats vom 17.01.2025, M 9 Betreff: Multifunktionsarena auf dem Stadiongelände P9: Grundsatzbeschluss I. Es dient zur Kenntnis, dass a. die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat mit Beschluss vom 22.09.2022, § 2236 (M 119) beauftragt hat vertieft zu prüfen, ob eine ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Grundlage besteht, um eine Multifunktionsarena auf der Fläche P9 auf dem Stadiongelände errichten zu können. Die Federführung wurde der Sportpark Stadion Frankfurt am Main Gesellschaft für Projektentwicklungen mbH übertragen. Die Prüfaufträge wurden vergaberechtskonform vergeben und zeigen, dass die Errichtung einer Multifunktionsarena auf P9 sinnvoll und möglich ist. Eine umfassende Ergebnisdarstellung ist im Bericht des Magistrats vom 22.11.2024, B 431, veröffentlicht. b. sich das Areal P9 im Eigentum der Stadt Frankfurt befindet und im Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 846 - Sportpark Waldstadion liegt. Der Bebauungsplan Nr. 846 wurde am 17.11.2005 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen und ist am 02.05.2006 in Kraft getreten. Der Bebauungsplan Nr. 846 setzt für das Stadiongelände "SO Sportpark" fest und sieht eine Arena in diesem Gebiet vor. Die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung einer Multifunktionsarena auf dem Areal P9 sind damit gegeben. c. die erforderlichen Funktionalitäten einer Multifunktionsarena für Kultur- und Kongressveranstaltungen und zwei Sportteams mit einer Kapazität von 12.000 bis 13.000 Besucher*innen im Sportbetrieb und temporär ausbaubar für Konzerte und Sonderveranstaltungen mit bis zu 15.200 Plätzen auf dem vorgesehenen Areal P9 abgebildet werden können. d. die Multifunktionsarena durch die besondere Lage am Stadion an die sportlich-kulturelle Historie des Ortes anknüpft und in effizienter Weise die bereits vorhandene Funktionalität und verkehrliche Anbindung nutzt. e. die für die Errichtung der Arena erforderliche Verlagerung des Parkplatzes für Gästebusse in den Bereich zwischen Osttribüne und Eintracht-Proficamp möglich ist und bereits wegen der aus Sicherheitsgründen geplanten Verlagerung mit den städtischen Behörden besprochen und den Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) abgestimmt wurde. f. die vorhandene verkehrliche Infrastruktur für den Einzelbetrieb der Multifunktionsarena ausreichend ist. g. bei Vollauslastung von Stadion und bei Doppelbetrieb von Stadion und Multifunktionsarena Ertüchtigungen der verkehrlichen Infrastruktur erforderlich sind. Hierfür schlägt das Mobilitätskonzept Optionen für Maßnahmen vor, die einen Parallel- und Konsekutivbetrieb von Stadion und Multifunktionsarena aus verkehrlicher Sicht ermöglichen können. Der Magistrat wird die vorgeschlagenen Maßnahmen nach ihrer Wirksamkeit bewerten und dabei Maßnahmen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit priorisieren. Diese Maßnahmen sowie die Einrichtung einer zentralen Organisationseinheit, in der die Konsequenzen aus der Vermarktung des Stadiongeländes mit der verkehrlichen Steuerung koordiniert werden, werden vor Inbetriebnahme der Multifunktionsarena realisiert. Die Maßnahmen sind geeignet, die verkehrliche Situation im Frankfurter Süden grundsätzlich zu entlasten und somit die Verkehrssicherheit zu erhöhen. h. für die Parkplätze an der Isenburger Schneise, die als Auflage im Rahmen des Planfeststellungsverfahren zur Erweiterung des Waldstadions wiederaufgeforstet wird, Ersatz geschaffen werden sollte. Hierfür ist die ohnehin notwendige Bebauung von Bestandsparkplätzen mit Parkhäusern vorgesehen. Neben dem Parkplatz unter der Multifunktionsarena kommen hierfür die Parkplätze Hahnstraße, Waldparkplatz und Gleisdreieck in Betracht. i. Landschafts- und Wasserschutzgebiete bei den Planungen berücksichtigt werden. Der Einsatz von zusätzlichen Lichtquellen wird minimiert, und es kommen insektenschonende Lichtquellen zum Einsatz. Ein möglicher Verlust artenschutzfachlich und -rechtlich relevanter Strukturen, wie Höhlenbäume, wird durch artenschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen ersetzt. j. bei der Erschließung alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um Eingriffe in den Naturhaushalt zu vermeiden und den Bannwald zu schützen. Für alle arten-, naturschutz- und forstrechtlichen Eingriffe sowie Eingriffe in den GrünGürtel werden Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen möglichst ortsnah geschaffen. k. die prognostizierte Umwegrendite einen signifikanten gesamtwirtschaftlichen Impakt u. a. auf die Bruttowertschöpfung und die Beschäftigung aufweisen. Die Auswirkungen auf die Festhalle sind moderat. l. der Kostenrahmen für die Errichtung der Multifunktionsarena mit rund 256 Mio. Euro auf Basis der Baukosten aus Q1/2024 (Kostenindexierung des Statistischen Bundesamtes) ermittelt wurde. Es wird angestrebt, diese Investition über Einnahmen überwiegend aus Verpachtung oder Vermietung zu refinanzieren. Weiterhin wird der Magistrat eine Kostenbeteiligung des Landes Hessen prüfen. Für die Ertüchtigung und den Ausbau der verkehrlichen Infrastruktur sind weitere umfangreiche Investitionen notwendig, die sich erst nach weiteren Planungsschritten genauer quantifizieren lassen. m. dass die Kosten auf der Grundlage der weiteren Planung der Arena und nach Priorisierung der zu realisierenden verkehrlichen Maßnahmen ermittelt werden. n. bei der Ausgestaltung der weiteren Planung die Öffentlichkeit in geeigneter Form beteiligt wird. Dies vorausgeschickt beschließt die Stadtverordnetenversammlung, 1. die weiteren Planungen zur Errichtung einer Multifunktionsarena und die dafür erforderliche Ertüchtigung der verkehrlichen Infrastruktur auf der Grundlage der vorliegenden Gutachten weiterzuführen und der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorzulegen. 2. bei einem später folgenden Investorenwettbewerb oder einer Ausschreibung für den Betrieb der Multifunktionsarena (z.B als Dienstleistungskonzession) darauf zu achten, dass die Belegung der neuen Multifunktionsarena, der Festhalle und möglichst auch des Stadions durch eine enge Kooperation optimiert wird, um möglichst hohe positive wirtschaftliche Effekte zu erzielen. 3. bei den weiteren Planungen zu berücksichtigen, dass Eingriffe in den Naturhaushalt und in den Bannwald vermieden werden sollen und dass die Anzahl der durch das Projekt (Hallenbau + verkehrliche Erschließungsmaßnahmen) betroffenen Bäume aufgezeigt werden. Eine CO2-Bilanz wird im Ausschreibungsverfahren für die Halle angefordert. 4. einen Plan für alle arten-, naturschutz- und forstrechtlichen Eingriffe sowie Eingriffe in den Grüngürtel sowie die erforderlichen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, zu erstellen und der Stadtverordnetenversammlung zur Kenntnisahme vorzulegen. Hierbei sollen die Ausgleichsmaßnahmen der Frankfurter Bevölkerung zugutekommen sowie die planungs- und fachrechtlich erforderlichen Genehmigungen eingeholt werden. 5. die Prüfung und Priorisierung der erforderlichen verkehrlichen Maßnahmen sowie möglicher Modelle für eine effiziente Umsetzung unter Beteiligung des Mobilitätsdezernates. 6. eine Veränderung des Modalsplits, vor allem wegen des Doppelbetriebes. Rad- und ÖPNV-Verkehr werden systematisch gefördert. Der MIV-Anteil wird gesenkt. Die bereits vorhandene Infrastruktur am Standort wird genutzt, und Synergieeffekte werden gezielt ausgebaut. 7. den Magistrat zu beauftragen, mittels Gesellschafterbeschluss die Steuerung der erforderlichen Maßnahmen zur Errichtung der Arena der Sportpark Stadion Frankfurt a. M. Gesellschaft für Projektentwicklungen mbH zu übertragen. Bau und Betrieb werden auf Grundlage der wettbewerbsrechtlichen Rahmenbedingungen ausgeschrieben. 8. Es wird zugestimmt, dass in den Haushaltsplan 2025ff zusätzliche Mittel im Rahmen des entsprechenden Eckwerts i.H.v. 3 Mio. € für die Sportpark Stadion in der PG 21.15 in der Kontengruppe 71 "Zuweisungen und Zuschüsse" eingestellt werden sollen. Weiterhin wird der Ausstattung des Mobilitätsdezernates mit den entsprechenden Sach- und Personalmitteln für die Steuerung der verkehrlichen Maßnahmen in 2025 ff zugestimmt. In diesem Zusammenhang wird zugestimmt, für die entsprechenden Geschäftsausgaben ab dem Jahr 2026 zusätzliche Aufwendungen i. H. v. 0,5 Mio. € p. a. in den Haushalt, PG 16.06 Verkehrseinrichtungen, einzustellen. Ziel ist die Arbeitsfähigkeit der Sportpark Stadion Frankfurt a. M. Gesellschaft für Projektentwicklungen mbH für die weiteren Planungen sowie die Ausstattung des Mobilitätsdezernates mit den entsprechenden Sach- und Personalmitteln für die Steuerung der verkehrlichen Maßnahmen in 2025 ff sicherzustellen. Begründung: A. Zielsetzung Mit der Multifunktionsarena auf dem Stadiongelände/P9 wird die langjährige Debatte über geeignete Standorte beendet und den Frankfurter Sportteams eine verlässliche Zukunftsperspektive geboten. Es soll eine moderne und nachhaltige Veranstaltungsstätte geschaffen werden, die in Bezug auf Aspekte wie Ökologie, Baustoffe, Energieversorgung und Mobilität beispielhaft dafür steht, wie die Stadt Frankfurt ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen kann. Unter den zehn größten Städten in Deutschland verfügt lediglich die Stadt Frankfurt am Main über keine Multifunktionsarena. Wichtige Sport- und Konzertveranstaltungen gehen so an Frankfurt vorbei. Mit der Errichtung der Multifunktionsarena auf P9 wird dieses Defizit ausgeglichen und das Angebotsspektrum für Bürgerinnen und Bürger gezielt erweitert. Die Multifunktionsarena soll zu einem sportlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Standortfaktor werden. So wird ein sportlich-kulturelles Erbe mit Strahlkraft für die gesamte Region geschaffen und Frankfurt im nationalen und internationalen Wettbewerb der Städte gestärkt. Zugleich erhalten die Profi-Teams eine neue, attraktive Heimat und Spielstätte. B. Alternativen Es wird keine Multifunktionsarena errichtet. C. Lösung Die Errichtung einer Multifunktionsarena in Frankfurt ist nun nach jahrelanger Diskussion realisierbar. Durch die kommunale Investition wird die Stadt eine Veranstaltungsstätte bekommen, die Frankfurt im Standortwettbewerb stärkt, Bewerbungen zur Ausrichtung von sportlichen und kulturellen Großveranstaltungen ermöglicht und den Frankfurter Profi-Sportteams Entwicklungschancen bietet. Am Standort auf dem Stadiongelände lässt sich auf vorhandene Infrastruktur zurückgreifen und auf nachhaltige Weise die bewährte Funktionalität nutzen. Die geplanten infrastrukturellen Maßnahmen sowohl auf dem Stadiongelände als auch im Stadionumfeld werden nicht nur für die Multifunktionsarena genutzt werden. Die angespannte verkehrliche Situation bei Veranstaltungen im Stadion wird durch diese Maßnahmen ebenfalls deutlich verbessert und soll insbesondere die Anwohnerinnen und Anwohner im Frankfurter Süden entlasten. Im Sinne der nachhaltigen Stadtentwicklung verfolgt die Stadt beim Bau der Multifunktionsarena höchste nachhaltige Ziele. Aus diesem Grund setzt das Mobilitätskonzept auf einen nachhaltigen Modal Split und stärkt den Umweltverbund gegenüber dem MIV. Für die Anbindung der Arena wird die Radwegeinfrastruktur deutlich verbessert. So soll das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur Mobilitätswende leisten. Neben der Förderung der nachhaltigen Mobilität soll die Arena ressourcenschonend realisiert werden. Sowohl die Arena als auch die geplanten Parkhäuser werden auf bereits als Parkflächen genutzten Flächen entstehen. Die Dimensionierung der Arena ist mit einer Maximalkapazität von 15.200 Zuschauern passend bemessen und kann die erforderlichen Funktionalitäten für Basketball und Eishockey sowie relevanter Konzert- und Kulturveranstaltungen vollumfänglich abbilden. Eine Kapazitätserweiterung durch temporäre Einbauten ist in der Funktionalplanung berücksichtigt. D. Kosten Der Magistrat geht davon aus, dass für die Planungsarbeiten und für die Zusammenstellung der Kosten für die Errichtung der Multifunktionsarena 3 Mio. Euro in 2025 sowie weitere Kosten ab 2025 für die Planungen der Verkehrsinfrastruktur- und -steuerungsmaßnahmen anfallen werden. Vertraulichkeit: Nein Nebenvorlage: Antrag vom 04.02.2025, NR 1118 Antrag vom 12.02.2025, NR 1126 Antrag vom 04.02.2025, OF 1336/5 dazugehörende Vorlage: Antrag vom 04.02.2025, OF 1316/5 Zuständige Ausschüsse: Haupt- und Finanzausschuss Ausschuss für Kultur, Wissenschaft und Sport Ausschuss für Mobilität und Smart-City Ausschuss für Planen, Wohnen und Städtebau Ausschuss für Klima- und Umweltschutz Beratung im Ortsbeirat: 5 Versandpaket: 22.01.2025 Beratungsergebnisse: 33. Sitzung des Ausschusses für Klima- und Umweltschutz am 13.02.2025, TO I, TOP 13 Bericht: TO II Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: 1. Der Vorlage M 9 wird mit der Maßgabe zugestimmt, dass der neue Parkplatz für die Gästebusse (Ersatz P 9) so zu planen ist, dass der Eingriff in den Frankfurter Stadtwald so gering wie möglich ausfällt. Unvermeidbare Eingriffe in den Stadtwald sind auf dem Frankfurter Stadtgebiet auszugleichen. 2. Die Vorlage NR 1118 wird abgelehnt. 3. Die Vorlage NR 1126 wird abgelehnt. Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, AfD und FRAKTION (= Annahme ohne Zusatz) sowie Linke (= Ablehnung); BFF-BIG (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt, FRAKTION und BFF-BIG zu 3. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, Volt und FRAKTION gegen AfD (= Annahme); BFF-BIG (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung zu 1: ÖkoLinX-ELF (M 9 und NR 1118 = Ablehnung) Gartenpartei (M 9 = Ablehnung, NR 1118 = Annahme) 33. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Smart-City am 17.02.2025, TO I, TOP 15 Bericht: TO II Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: 1. Der Vorlage M 9 wird mit der Maßgabe zugestimmt, dass der neue Parkplatz für die Gästebusse (Ersatz P 9) so zu planen ist, dass der Eingriff in den Frankfurter Stadtwald so gering wie möglich ausfällt. Unvermeidbare Eingriffe in den Stadtwald sind auf dem Frankfurter Stadtgebiet auszugleichen. 2. Die Vorlage NR 1118 wird abgelehnt. 3. Die Vorlage NR 1126 wird abgelehnt. Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU (= Annahme ohne Zusatz), AfD (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1126), FRAKTION (= Annahme mit der Maßgabe, dass Ziffer 3. wie folgt neu gefasst wird: "3. bei den weiteren Planungen zu berücksichtigen, dass Eingriffe in den Naturhaushalt und in den Bannwald vermieden werden sollen und dass die Anzahl der durch das Projekt (Hallenbau + verkehrliche Erschließungsmaßnahmen) betroffenen Bäume aufgezeigt werden" wird ersetzt durch "3. bei den weiteren Planungen zu berücksichtigen, dass Eingriffe in den Naturhaushalt und in den Bannwald vermieden werden müssen und dass die Anzahl der durch das Projekt (Hallenbau + verkehrliche Erschließungsmaßnahmen) betroffenen Bäume aufgezeigt wird. Für jeden zu fällenden Baum werden zwei Ersatzpflanzungen vorgenommen") sowie Linke und ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung); BFF-BIG (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION; BFF-BIG (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) zu 3. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und BFF-BIG gegen AfD (= Annahme) 33. Sitzung des Ausschusses für Planen, Wohnen und Städtebau am 18.02.2025, TO I, TOP 15 Bericht: TO II Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: 1. Der Vorlage M 9 wird mit der Maßgabe zugestimmt, dass der neue Parkplatz für die Gästebusse (Ersatz P 9) so zu planen ist, dass der Eingriff in den Frankfurter Stadtwald so gering wie möglich ausfällt. Unvermeidbare Eingriffe in den Stadtwald sind auf dem Frankfurter Stadtgebiet auszugleichen. 2. Die Vorlage NR 1118 wird abgelehnt. 3. Die Vorlage NR 1126 wird abgelehnt. Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU und FRAKTION (= Annahme ohne Zusatz) sowie ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung); Linke und BFF-BIG (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und BFF-BIG; Linke (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) zu 3. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION; BFF-BIG (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung zu 1: AfD (M 9 = Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1126, NR 1118 = Ablehnung, NR 1126 = Annahme) Gartenpartei (M 9 und NR 1126 = Ablehnung, NR 1118 = Annahme) Stadtv. Yilmaz (M 9, NR 1118 und NR 1126 = Ablehnung) 33. Sitzung des Ausschusses für Kultur, Wissenschaft und Sport am 20.02.2025, TO I, TOP 10 Bericht: TO II Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: 1. Der Vorlage M 9 wird mit der Maßgabe zugestimmt, dass der neue Parkplatz für die Gästebusse (Ersatz P 9) so zu planen ist, dass der Eingriff in den Frankfurter Stadtwald so gering wie möglich ausfällt. Unvermeidbare Eingriffe in den Stadtwald sind auf dem Frankfurter Stadtgebiet auszugleichen. 2. Die Vorlage NR 1118 wird abgelehnt. 3. Die Vorlage NR 1126 wird abgelehnt. Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU (= Annahme ohne Zusatz), Linke (= Ablehnung) sowie AfD (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1126); BFF-BIG (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt und BFF-BIG zu 3. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke und Volt gegen AfD (= Annahme); BFF-BIG (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung zu 1: ÖkoLinX-ELF (M 9, NR 1118 und NR 1126 = Ablehnung) FRAKTION (M 9 = Annahme mit der Maßgabe, dass die Halle "Markus-Frank-Halle" heißen soll, NR 1118 und NR 1126 = Ablehnung) Stadtv. Bäppler-Wolf (M 9 = Annahme, NR 1118 und NR 1126 = Ablehnung) 36. Sitzung des OBR 5 am 21.02.2025, TO I, TOP 42 Beschluss: 1. Der Vorlage M 9 wird zugestimmt. 2. Die Vorlage NR 1126 wird abgelehnt. 3. Die Vorlage OF 1336/5 wird abgelehnt. Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, AfD und BFF gegen GRÜNE und Linke (= Ablehnung) zu 2. CDU, GRÜNE, SPD und Linke gegen AfD (= Annahme); BFF (= Enthaltung) zu 3. CDU, SPD, AfD und BFF gegen GRÜNE (= Annahme); Linke (= Enthaltung) 36. Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 25.02.2025, TO I, TOP 12 Bericht: TO I Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: 1. Der Vorlage M 9 wird mit der Maßgabe zugestimmt, dass der neue Parkplatz für die Gästebusse (Ersatz P 9) so zu planen ist, dass der Eingriff in den Frankfurter Stadtwald so gering wie möglich ausfällt. Unvermeidbare Eingriffe in den Stadtwald sind auf dem Frankfurter Stadtgebiet auszugleichen. 2. Die Vorlage NR 1118 wird abgelehnt. 3. Die Vorlage NR 1126 wird abgelehnt. Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU (= Annahme ohne Zusatz), Linke (= Ablehnung), AfD und BFF-BIG(= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1126) sowie FRAKTION (= Annahme mit der Maßgabe, dass a) die neu zu errichtende Halle den Namen "Markus-Frank-Halle" tragen wird und dass b) Punkt 3 wie folgt neu gefasst wird: "bei den weiteren Planungen zu berücksichtigen, dass Eingriffe in den Naturhaushalt und in den Bannwald vermieden werden sollen und dass die Anzahl der durch das Projekt (Hallenbau + verkehrliche Erschließungsmaßnahmen) betroffenen Bäume aufgezeigt werden." wird ersetzt durch "bei den weiteren Planungen zu berücksichtigen, dass Eingriffe in den Naturhaushalt und in den Bannwald vermieden werden müssen und dass die Anzahl der durch das Projekt (Hallenbau + verkehrliche Erschließungsmaßnahmen) betroffenen Bäume aufgezeigt werden. Für jeden zu fällenden Baum werden zwei Ersatzpflanzungen vorgenommen."") zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt, FRAKTION und BFF-BIG zu 3. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, Volt und FRAKTION gegen AfD und BFF-BIG (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung zu 1: ÖkoLinX-ELF und Stadtv. Yilmaz (M 9, NR 1118 und NR 1126 = Ablehnung) Gartenpartei (M 9 und NR 1126 = Ablehnung, NR 1118 = Annahme) Stadtv. Bäppler-Wolf (M 9 = Annahme, NR 1118 und NR 1126 = Ablehnung) 38. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 27.02.2025, TO I, TOP 7 Beschluss: 1. Der Vorlage M 9 wird mit der Maßgabe zugestimmt, dass der neue Parkplatz für die Gästebusse (Ersatz P 9) so zu planen ist, dass der Eingriff in den Frankfurter Stadtwald so gering wie möglich ausfällt. Unvermeidbare Eingriffe in den Stadtwald sind auf dem Frankfurter Stadtgebiet auszugleichen. 2. Die Vorlage NR 1118 wird abgelehnt. 3. a) Die Vorlage NR 1126 wird abgelehnt. b) Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Busch, Thoma, Müller, Zieran, Friedrich, Dr. Schulz, Eberz, Schwichtenberg, Yilmaz, Wollkopf und Görres sowie von Oberbürgermeister Josef dienen zur Kenntnis. Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU (= Annahme ohne Zusatz), Linke, ÖkoLinX-ELF und Gartenpartei (= Ablehnung), AfD und BFF-BIG (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1126) sowie FRAKTION (= Annahme mit der Maßgabe, dass a) die neu zu errichtende Halle den Namen "Markus-Frank-Halle" tragen wird und dass b) Punkt 3 wie folgt neu gefasst wird: "bei den weiteren Planungen zu berücksichtigen, dass Eingriffe in den Naturhaushalt und in den Bannwald vermieden werden sollen und dass die Anzahl der durch das Projekt (Hallenbau + verkehrliche Erschließungsmaßnahmen) betroffenen Bäume aufgezeigt werden." wird ersetzt durch "bei den weiteren Planungen zu berücksichtigen, dass Eingriffe in den Naturhaushalt und in den Bannwald vermieden werden müssen und dass die Anzahl der durch das Projekt (Hallenbau + verkehrliche Erschließungsmaßnahmen) betroffenen Bäume aufgezeigt werden. Für jeden zu fällenden Baum werden zwei Ersatzpflanzungen vorgenommen.") zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION gegen Gartenpartei (= Annahme) zu 3. zu a) GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und Gartenpartei gegen AfD und BFF-BIG (= Annahme) Beschlussausfertigung(en): § 5778, 38. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vom 27.02.2025

Verbessertes Mobilitätskonzept zur Entscheidungsfindung über eine Multifunktionshalle

S A C H S T A N D : Antrag vom 04.02.2025, OF 1336/5 Betreff: Verbessertes Mobilitätskonzept zur Entscheidungsfindung über eine Multifunktionshalle Vorgang: B 431/24 Der Ortsbeirat bittet die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat zu beauftragen zur Entscheidungsfindung über die Multifunktionshalle in der Nähe des Waldstadions ein qualifiziertes Mobilitätskonzept vorzulegen. Insbesondere das Parkplatzkonzept ist zu vertiefen. Zu jeder Parkierungsanlage sind die im Bestand genutzten Parkplätze und der erwartete Zuwachs darzulegen. Es ist darzustellen, welche Bauwerke dazu ggfls. errichtet werden müssen. Da der Parkplatz Isenburger Schneise aufzuforsten ist, muss er in der Parkplatzbilanz mit einer entsprechenden negativen Zahl berücksichtigt werden. Es ist ferner darzulegen, wie der Verkehr zu den vergrößerten Parkierungsanlagen in den bei Veranstaltungen üblichen Anfahrtzeiten abgewickelt werden kann, ohne dass es zu chaotischen Stausituationen kommt. Der Magistrat wird ferner beauftragt, dafür zu sorgen, dass schon beim jetzigen Stadionbetrieb der Parksuchverkehr aus den Niederräder Wohngebieten herausgehalten wird. Begründung: Die Magistratsvorlage und der dazugehörige Bericht B 431/2024 sind nicht geeignet, um eine so weit reichende Vorabfestlegung des Standortes einer Multifunktionsarena in der Nähe des Waldstadions zu beschließen. Insbesondere für die zu erwartenden Verkehrsprobleme ist kein ausreichender Lösungsansatz erkennbar. Schon jetzt kommt es immer wieder zu chaotischen Verkehrssituationen, weil mit dem Auto anreisende Gäste keinen Parkplatz in der Nähe finden. Das in der Vorlage B 431 enthaltene Mobilitätskonzept ist als Entscheidungsgrundlage ungeeignet. Anscheinend haben die Planer in einer Powerpointpräsentation lediglich zu bestehenden Parkplätzen Zuwachszahlen eingetragen, ohne darzulegen, woher der Zuwachs kommt. Der aufzuforstende Parkplatz Isenburger Schneise ist mit einem Zuwachs von 300 Parkplätzen aufgelistet. Hier sind offenbar falsche Vorgaben bei der Projektvergabe gemacht worden. Viele Niederräder erwarten, dass sich die Verkehrssituation mit dem Bau der Mehrzweckhalle weiter verschlimmert. Es ist daher sinnvoll, das Vertrauen zu schaffen, dass der Magistrat mit geeigneten Maßnahmen die Verkehrssituation beherrschen kann und soll dies in der jetzigen Situation unter Beweis stellen. Antragsteller: GRÜNE Vertraulichkeit: Nein Hauptvorlage: Vortrag des Magistrats vom 17.01.2025, M 9 dazugehörende Vorlage: Bericht des Magistrats vom 22.11.2024, B 431 Beratung im Ortsbeirat: 5 Beratungsergebnisse: 36. Sitzung des OBR 5 am 21.02.2025, TO I, TOP 42 Beschluss: 1. Der Vorlage M 9 wird zugestimmt. 2. Die Vorlage NR 1126 wird abgelehnt. 3. Die Vorlage OF 1336/5 wird abgelehnt. Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, AfD und BFF gegen GRÜNE und Linke (= Ablehnung) zu 2. CDU, GRÜNE, SPD und Linke gegen AfD (= Annahme); BFF (= Enthaltung) zu 3. CDU, SPD, AfD und BFF gegen GRÜNE (= Annahme); Linke (= Enthaltung)

Beratung im Ortsbeirat: 4