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Weiterentwicklung der Platzfolge Rathenauplatz/Goetheplatz/Roßmarkt hier: Bau- und Finanzierungsvorlage
S A C H S T A N D : Vortrag des Magistrats vom 08.09.2023, M 145 Betreff: Weiterentwicklung der Platzfolge Rathenauplatz/Goetheplatz/Roßmarkt hier: Bau- und Finanzierungsvorlage Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 15.10.2015, § 6436 (M 81) I. Goetheplatz a. Der vorliegenden Entwurfsplanung zur Umgestaltung des Goetheplatzes wird entsprechend der Plananlagen und Begründung zugestimmt. b. Es dient zur Kenntnis, dass für die Maßnahme Gesamtkosten in Höhe von rund 750.000 € erwartet werden. c. Es dient weiterhin zur Kenntnis, dass die erforderlichen Mittel in Höhe von 750.000 € in der Produktgruppe 13.01, Projektdefinition 5.006295 Programm "Schöneres Frankfurt" Sammelveranschlagung im Jahr 2023 zur Verfügung stehen. d. Die Mittel werden per Sollveränderung in die Produktgruppe 22.09, Projektdefinition 5.001389 "Schöneres Frankfurt" transferiert und die Maßnahme dort dargestellt bzw. gebucht. e. Die erforderlichen Mittel für diese Maßnahme mit einem Investitionsbedarf in Höhe von 750.000 € werden freigegeben. f. Es dient zur Kenntnis, dass die kalkulatorische Verzinsung und Abschreibung rd. 55 T€ p.a. beträgt. Es entstehen Sachkosten in Höhe von 25 T€ jährlich, die im Rahmen der Budgetvorgabe des Dezernates X zu berücksichtigen sind. II. Rathenauplatz a. Der vorliegenden Entwurfsplanung zur Begrünung des Rathenauplatzes wird grundsätzlich zugestimmt. b. Der Magistrat wird beauftragt, ergänzend zum Vorplanungsbeschluss, ein Beschattungselement als weitere Klimaanpassungsmaßnahme zu realisieren. Form und Lage der Platzbegrünung müssen darauf reagieren. Das Beschattungselement und die angepasste Gestaltung der Hochbeete werden der Stadtverordnetenversammlung in einer nachfolgenden Bau- und Finanzierungsvorlage zur Beschlussfassung vorgelegt. Erst danach kann der Rathenauplatz umgestaltet werden. c. Für einen Gestaltungswettbewerb und die Entwurfsplanung eines Beschattungselementes werden Planungsmittel in Höhe von 240 T€ benötigt. Die Finanzierung der Planung erfolgt zunächst aus dem Projekt "Schöneres Frankfurt" in der Produktgruppe 22.09. Die Planungsmittel werden freigegeben. d. Die Finanzierung der Mittel für das Beschattungselement (inklusive der Planungsmittel) erfolgt dann aus der Initiative Innenstadt (M 55 / 2022) bzw. den Projektdefinitionen 5.010684 bzw. 5.010685 in Produktgruppe 98.03 aus dem Anteil, der dem Produktbereich 13 zur Verfügung gestellten Mittel (siehe Ziffer VIII a). Die Hochbeete (inklusive der Planungsmittel) sollen anschließend aus dem Programm 5.006295 "Schöneres Frankfurt", Produktgruppe 13.01 finanziert werden. III. Roßmarkt a. Der Roßmarkt bleibt als Veranstaltungsort in seiner Gestaltung bestehen. b. Der Magistrat wird beauftragt, entgegen des Vorplanungsbeschlusses der Stadtverordnetenversammlung vom 15.10.2015, § 6436 (M 81) für den Roßmarkt, aber entsprechend des Wettbewerbsentwurfs aus 2004, eine begrünte Pergola als südöstliche Platzbegrenzung sowie ein weiteres Pflanzbeet an der südwestlichen Platzgrenze weiter zu verfolgen. Sollte eine Pergola aus statischen Gründen nicht realisierbar sein, wird die Gestaltung eines Hochbeetes weiterverfolgt. c. Für die Entwurfsplanung werden Planungsmittel in Höhe von 70 T€ für die Pergola und 30 T€ für das Pflanzbeet benötigt. Die Planungsmittel werden freigegeben und zunächst in der Produktgruppe 22.09, Projektdefinition 5.001389 "Schöneres Frankfurt" gebucht. d. In einer nachfolgenden Bau- und Finanzierungsvorlage erfolgen detaillierte Festlegungen zur begrünten Pergola sowie zum Pflanzbeet (Hochbeet). Die Finanzierung der Mittel für die begrünte Pergola (inklusive der Planungsmittel) erfolgt aus der Initiative Innenstadt (M 55 / 2022) bzw. den Projektdefinitionen 5.010684 bzw. 5.010685 in Produktgruppe 98.03 aus dem Anteil, der dem Produktbereich 13 zur Verfügung gestellten Mittel (siehe Ziffer VIII a). Die Finanzierung des Pflanzbeetes (Hochbeet inklusive Planungsmittel) erfolgt aus dem Programm 5.006295 "Schöneres Frankfurt", Produktgruppe 13.01. Begründung: A. Zielsetzung Der Klimawandel und die hieraus resultierenden Herausforderungen beschäftigen den Magistrat in den letzten Jahren durch die stärker werdenden Trocken- und Hitzeperioden immer intensiver. Der Fokus richtet sich u.a. auf nachhaltige und zukunftsfähige Baumstandorte und Grünflächen. Die Platzfolge Rathenauplatz, Goetheplatz und Roßmarkt stellt als stark versiegelter Stadtplatz in der Innenstadt eine Wärmeinsel im städtischen Raum dar, die den heutigen klimatischen Anforderungen nicht mehr gerecht wird. Ziel der vorliegenden Planung ist eine klimaangepasste Gestaltung und Reduzierung der Überhitzung der innerstädtischen Plätze, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und die Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung zu reduzieren. Die Platzfolge wurde anlässlich des Baus der Tiefgarage unter dem Goetheplatz auf Basis eines Wettbewerbs 2006 bis 2009 funktional und gestalterisch neu geordnet. Rathenauplatz und Roßmarkt wurden bewusst als überwiegend steinerne bzw. gepflasterte Flächen konzipiert, um dort insbesondere Raum für vielfältige Veranstaltungen zu schaffen. Der Goetheplatz hingegen wurde mit einem Baumhain als ruhige, vom Grün geprägte Aufenthaltsfläche konzipiert. Nach Fertigstellung der Platzfolge gab es unterschiedliche Bewertungen hinsichtlich der Gestaltung. Um den Wünschen nach weiterer Begrünung, einer Ergänzung der Möblierung und allgemein der Verbesserung der Aufenthaltsqualität Rechnung zu tragen, hat der Magistrat dies zum Anlass genommen und eine Konzeptstudie beauftragt. Diese Konzeptstudie "Beblühung" wurde 2013 erarbeitet und dient als Grundlage zur weiteren Planung. 2018 / 2019 wurden ergänzende Strukturen dem Entwurf hinzugefügt, um auf die klimatischen Anforderungen zu reagieren. Der vorliegende Entwurf folgt im Wesentlichen den Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung vom 15.10.2015, § 6436 (M 81) sowie vom 10.06.2016, § 109 (B 11)) zur Weiterentwicklung der Platzfolge Rathenauplatz / Goetheplatz / Roßmarkt. Die Platzfolge soll unter Berücksichtigung einer klimagerechten Stadtentwicklung mit Maßnahmen an den Klimawandel sowie zur Minderung klimatischer Belastungen gemäß den Vereinbarungen der Stadt Frankfurt zur Klimaallianz (Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 12.12.2019, § 5019 (M 199), dem Grundsatzbeschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 12.05.2022, § 1650, NR 316) "Klimaneutrales Frankfurt 2035" und zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität überarbeitet werden. A. 1 Goetheplatz Der Goetheplatz soll im Bereich des Baumhains eine veränderte Farbgebung des Oberflächenbelages erhalten, damit sich dieser im Sommer deutlich weniger aufheizt und ein attraktiver Aufenthaltsort mit stärker differenzierten Bankelementen wird. Die Bestandsbäume auf dem Goetheplatz sollen ressourcenschonender und zielgerichteter bewässert werden. An der Stirnseite des Goethedenkmals soll eine blühende Bepflanzung das Umfeld des Denkmals optisch weiter aufzuwerten und die Biodiversität fördern. A. 2 Rathenauplatz Der Rathenauplatz ist durch Pflasterflächen, funktionale Einbauten der technischen Infrastruktur und ein bodenbündiges Wasserspiel geprägt. Dieser soll entlang der Börsenstraße und an seinem südlichen und nördlichen Abschluss durch die Anlage von Freilandstauden und Gräser einen grüneren Charakter erhalten. Die Aufenthaltsqualität durch Sitzmöglichkeiten soll erhöht werden. Für den Rathenauplatz gibt es zwei Entwurfsvarianten. Variante 1 mit Beschattungselement und als Alternative Variante 2 ohne Beschattungselement. Die Planung einer zusätzlichen Beschattung hat unmittelbare zeitliche Auswirkungen auf den Bau der Hochbeete und Bewässerungsanlagen auf dem Rathenauplatz. Dies ist darin begründet, dass eine mögliche Beschattung des Rathenauplatzes auf Grund notwendiger Fundamentarbeiten vor dem Bau der Hochbeete auf diesem Platz hergestellt werden müssen. Der Ortsbeirat 1 hat sich ausdrücklich für die Beschattung ausgesprochen. A. 3 Roßmarkt Im Wettbewerbsentwurf aus dem Jahr 2004 war als südlicher Abschluss der Platzfolge eine begrünte Pergola vorgesehen. Gemäß Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 15.10.2015, § 6436 (M 81) zur Vorplanung des Roßmarktes soll dieser nicht weiter begrünt werden. Die in der Konzeptstudie von 2013 vorgestellte Planung einer weiteren Begrünung durch eine berankte Pergola wird dennoch von den Fachämtern weiterhin als sinnvoll erachtet, um die Aufenthaltsqualität in den immer heißer werdenden Sommern nachhaltig zu verbessern. Die Realisierbarkeit einer Pergola sollte aufgrund des Klimawandels weiterverfolgt werden. Weiterhin beinhaltet die Planung die Anlage eines Pflanzbeetes (Hochbeet) als räumliche Fassung der westlichen Platzkante. B. Alternativen B. 1 Goetheplatz Der Goetheplatz bleibt unverändert. Die dunkle Farbgebung der wassergebundenen Wegedecke verstärkt die Aufheizung des Platzes. Die vorhandenen Schnurbäume müssen weiterhin einzeln bewässert werden, damit diese die langen Trockenperioden überstehen. Die Aufenthaltsqualität im Bereich des Baumhains wird nicht durch ein stärker differenziertes Angebot (Bänke mit und ohne Lehne, Seniorenbänke und Liegebänke) erweitert. B. 2 Rathenauplatz Die Begrünung des Rathenauplatzes erfolgt ohne zusätzliches Beschattungselement In den Sommermonaten spenden zwei große Sonnenschirme Schatten. Mit 10 orangenen Sitzringen und drei mobilen "Grüne Zimmern" wird die Aufenthaltsqualität erhöht. Der stark versiegelte Stadtplatz bleibt unverändert in seiner streng architektonischen Formensprache erhalten. Er wird keine Staudenbeete und damit einen grüneren, klimaangepassten Charakter erhalten. Der Rathenauplatz wird geringe Aufenthaltsqualität in heißen Sommern bieten, da wenig beschattete Sitzmöglichkeiten vorhanden sind. B. 3 Roßmarkt Die Planung für eine begrünte Pergola am südlichen Platzende und eines zusätzlichen Hochbeetes an der westlichen Platzkante wird nicht weiterverfolgt. C. Lösung C. 1 Goetheplatz Der Goetheplatz erhält im Bereich des Baumhains eine hellere Farbgebung, die sich im Sommer deutlich weniger aufheizt. Die Aufenthaltsqualität im Bereich des Baumhains wird durch ein stärker differenziertes Angebot (Bänke mit und ohne Lehne, Seniorenbänke und Liegebänke) erweitert. Als Vorgabe aus dem Vorplanungs-Beschluss vom 15.10.2015, § 6436 (M 81) wurde eine Bemusterung der vorgesehenen Möblierung und der wassergebundenen Wegedecke auf dem Goetheplatz durchgeführt. Die Musterfläche wurde im Frühling 2019 mit 3 verschiedenen wassergebundenen Wegedecken sowie 2 verschiedenen Mobiliar-Herstellern gebaut. Die Mobiliarauswahl basiert auf den Vorgaben des Büros Kiefer, da die Platzfolge dem Urheberrecht der Landschaftsarchitektin Frau Prof. Gabriele Kiefer, Berlin, (Wettbewerbsgewinnerin 2004) unterliegt. Im Frühling 2020 wurde nach einer Marktrecherche des Grünflächenamts ein weiterer Mobiliar-Hersteller ergänzt. Nach einem Jahr Nutzung der Musterflächen fand im Sommer 2020 ein Ortstermin zur Beurteilung der Musterflächen und des Mobiliars statt. Zu diesem Ortstermin waren planungs- und umweltpolitische Sprecher:innen der Fraktionen und beteiligte Fachämter geladen. Beim Mobiliar wurden u.a. Bequemlichkeit, Gestaltung, Nutzung, Wartung / Pflege und Reparatur-Anfälligkeit der verschiedenen Sitz- und Liegebänke bewertet. Es wurde einvernehmlich entschieden, dass die Modellreihe der Frankfurter Bank (mit Lehne, als Hockerbank, Seniorenbank, Tisch-Bank-Kombination) am besten überzeugte. Als Sonderelement wurde eine Drehliege gewählt. Für die neue Oberfläche standen 3 Farben von 2 verschiedenen Herstellern von wassergebundener Wegedecke zur Auswahl. Die Deckschichten waren nach 1 Jahr Nutzung ineinander übergegangen und die Beige-Töne hatten sich angeglichen. Die hellste Deckschicht in Silbergrau wurde auf Grund ihrer Blendwirkung und dem hohen sichtbaren Grad der Verschmutzung ausgeschlossen. Die beigefarbenen Deckschichten wurden nach Begehbarkeit und Staubentwicklung begutachtet. Einvernehmlich entschieden wurde sich für die wassergebundene Wegedecke mit einem gelben Farbton. An der Stirnseite des Goethedenkmals wird ein Staudenbeet mit einer ganzjährig attraktiven Bepflanzung das Umfeld des Denkmals optisch weiter aufwerten. Die Einfassung des Pflanzbeetes wird analog zum Sockel des Denkmals in Naturstein ausgeführt. Die Pflanzfläche und die 40 Bestandsbäume (Schnurbäume) werden über eine neue automatische Bewässerungsanlage versorgt. Die bedarfsorientierte sensorgesteuerte Bewässerung optimiert den Wasserverbrauch. Diese automatischen Bewässerungsanlagen sind Teil der gesamtstädtischen Digitalisierungsstrategie "Smart City". Durch die gezielte Bewässerung wird die Entwicklung der Bäume gefördert. Die Nutzung von gesammelten Oberflächenwasser wird geprüft. Zwei Fehlstellen im Baumhain werden mit Schnurbäumen nachgepflanzt. Die Positionierung eines Trinkbrunnens an geeigneter Stelle wird weiterverfolgt. In dem Bericht B 11 (Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 10.06.2016, § 109) sowie des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung vom 15.10.2015, § 6436 (M 81) zur Weiterentwicklung der Platzfolge Rathenauplatz / Goetheplatz / Roßmarkt wurde um eine Verbesserung der Licht- und Beleuchtungssituation bei den beiden Denkmälern gebeten. Der Magistrat hält aus stadtgestalterischen Gründen sowie aus wirtschaftlicher Sicht und auch unter ökologischen Gesichtspunkten eine Überarbeitung des Beleuchtungskonzeptes bzw. eine Ergänzung der Beleuchtung nicht für geboten. Die Bäume im Baumhain werden durch Bodeneinbaustrahler dezent illuminiert. Auf Grund technischer Störungen sind allerdings alle Elemente der Beleuchtung im Innern der Platzfläche außer Betrieb. Die Instandsetzung der Beleuchtung läuft über das Budget der StraßenBeleuchtung Rhein-Main GmbH (SRM) und soll gleichzeitig mit der Belagserneuerung des Goetheplatzes ausgeführt werden. C. 2 Rathenauplatz Der durch die Pflasterflächen, die funktionalen Einbauten und einem ebenerdigen Brunnen geprägte Rathenauplatz wird durch die Anlage von Staudenbeeten einen grüneren, klimaangepassten Charakter mit mehr Aufenthaltsqualität erhalten. Die Pflanzbeete werden auf das vorhandene Pflaster aufgebaut. Damit erfolgt kein Eingriff in den Oberflächenbelag und die Beete können ggf. ohne großen Aufwand zurückgebaut werden. So entstehen Hochbeete mit abschnittsweisen Sitzmöglichkeiten. Als Vorgabe aus dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 15.10.2015, § 6436 (M 81) sowie vom 10.06.2016, § 109 (B 11)) Varianten für die Einfassung der Beete zu prüfen, wurde sich für die Herstellung einer Holz-Stahl-Kombination entschieden. Diese Variante ist kostengünstiger auszuführen und zudem bleibt der gewünschte temporäre Charakter der Hochbeete auf der Platzsituation erhalten. Weitere Pflanzbeete sind aufgrund der bestehenden technischen Restriktionen wie Leitungstrassen, Lüftungsschächte, Notausstiege, geringe Überdeckung unterirdischer Bauwerke etc. nicht möglich. Die Passage im Bereich des Steinweges sollte freigehalten werden, damit der starke Fußgängerstrom von und zur Goethestraße nicht gestört bzw. eingeschränkt wird. Die Pflanzbeete erhöhen den Grünanteil mit einer Fläche von ca. 255 m2. Damit reduziert sich jedoch die potentielle Veranstaltungsfläche. Die in unterschiedlicher Wuchshöhe geplante Bepflanzung erfolgt mit einer vielfältigen trockenheitsverträglichen Stauden-Gräser-Mischpflanzung, um die Artenvielfalt von Insekten und Schmetterlingen in der Stadt zu fördern. Die Bewässerung der Pflanzflächen erfolgt hier ebenfalls durch eine automatisch gesteuerte Bewässerungsanlage. Die Sammlung und Nutzung von abfließendem Oberflächenwasser wird angestrebt. Im Vorplanungsbeschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 15.10.2015, § 6436 (M 81) wird keine Beschattung des Rathenauplatzes gefordert. In Anbetracht des Klimawandels sehen die Fachämter eine teilweise Beschattung der Platzfolge zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität als erforderlich an. Eine Beschattungsoption ist als stadträumliche Figur geeignet, die Aufenthaltsqualität am Rathenauplatz grundsätzlich zu optimieren. Der Ortsbeirat 1 hat sich ausdrücklich für eine Beschattung entschieden. Der Rathenauplatz erhält ein großdimensionales, gestalterisch ansprechendes Beschattungselement. Form und Material werden geplant und der Stadtverordnetenversammlung zum Beschluss vorgelegt. In einer Machbarkeitsstudie wurden verschiedene Beschattungselemente entwickelt und diskutiert. Zur weiteren Bearbeitung in Form eines Gestaltungswettbewerbs wird eine Dachvariante in amorpher Ausprägung empfohlen. Die Dachvariante hat den Vorteil, mit der Positionierung der Stützen auf die gegebenen Rahmenbedingungen (Tiefgarage, Leitungsbestand, bereits entwickelten Grünstrukturen) weitestgehend flexibel reagieren zu können und gleichzeitig ein Maximum an Beschattung zur Verfügung zu stellen. In Kombination mit den geplanten Hochbeeten dient das Beschattungselement gleichzeitig als Rankgerüst für klimawirksame Kletterpflanzen. C. 3 Roßmarkt Eine berankte Pergola mit Aufenthaltsqualität am südöstlichen Rand des Platzes wird seitens der Fachämter weiterhin als sinnvoll angesehen. Damit erhält die Platzfolge gleichzeitig einen räumlichen Abschluss. Infolge des im Untergrund verlaufenden U-Bahn-Tunnels bedarf es einer dezidierten statischen Berechnung. Sollte eine Pergola nicht realisierbar sein, wird ein Hochbeet im gestalterischen Duktus der bereits vorhandenen Hochbeete vorgeschlagen. Zusätzlich soll ein weiteres Pflanzbeet (Hochbeet) an der südwestlichen Platzkante diesen schließen und für eine weitere Begrünung sorgen. Die Klimafunktionskarte für die Innenstadt zeigt in diesem Bereich eine Hitzeinsel auf. Die Starkregengefahrenkarte zeigt eine Anstauung um das Gutenberg Denkmal. Dieses soll gesammelt und der Pflanzung zur Verfügung gestellt werden. Es dient zur Kenntnis, dass sich der Ortsbeirat 1 für eine begrünte Pergola als südliche Platzbegrenzung und ein weiteres Pflanzbeet an der südwestlichen Platzgrenze ausgesprochen hat. D. Kosten D. 1 Goetheplatz, Rathenauplatz mit Beschattungselement, Roßmarkt mit Pergola und Pflanzbeet 1. Investitionsbedarf Goetheplatz Rathenauplatz - Hochbeete Beschattung - geschätzt Roßmarkt (Hochbeet und Pergola) - geschätzt Kosten der Gesamtmaßnahme (tlw. geschätzt) *Für die Beschattung Rathenauplatz und die Begrünung des Roßmarktes (Hochbeet und Pergola) wird nach Erstellung von Entwurf und Kostenberechnung eine gesonderte Bau- und Finanzierungsvorlage vorgelegt 750.000 € 747.500 € *807.000 € *480.000 € 2.784.500 € Deckung aus 13.01 - Stadtplanung, Projektdefinition: 5.006295 Programm "Schöneres Frankfurt" Sammelveranschlagung 98.03 - Zentrale Finanzwirtschaft, Projektdefinitionen 5.010684 und 5.010685 1.572.500 € 1.212.000 € 2. Finanzierungsbedarfszeitraum mit Angabe der Jahresraten Jahr Ansatz IPG Verpflichtung Mittelabfluss Bis 2022 - 300.000 € 292.900 € 2023 2.784.500 € 175.000 € 60.000 € 2024 2.309.500 € 600.000 € 2025 0 € 550.000 € 2026 0 € 800.000 € 2027 0 € 400.000 € 2028 0 € 40.000 € 2029 0 € 41.600 € Summe 2.784.500 € 2.784.500 € 2.784.500 € 3. Zugehörige Folgeinvestitionen unter Angabe des Umfangs- und Zeitraums - keine 4. Jahresfolgekosten 4.1 Goetheplatz 4.1.a) Persönliche Ausgaben keine zusätzlichen 4.1.b) Sachkosten Pflege der Grünflächen nach der Herstellung und der Entwicklungspflege (ab 2029) ca. 1.000 € p.a. Bauunterhaltungskosten für Bauwerke z. B. Wege, Ausstattungselemente 3% von 750.000 € für eine Grünanlage 22.500 € p.a. (Herstellungskosten ohne Nebenkosten, ohne Pflegearbeiten) 5 % von 27.000 € für eine Bewässerungsanlage 1.350 € p.a. Summe Sachkosten: 24.850 p.a. rd. 25 T€ 4.1.c) Kapitalkosten 1) Kalkulatorische Verzinsung 1,45 % von 750.000 € / 2 5.438 € p.a. 2) Abschreibung (15 Jahre) 6,66 % von 750.000 € 49.950 € p.a. Summe Kapitalkosten a) + b): 55.388 € p.a. rd. 55 T€ Jahresfolgekosten insgesamt gerundet: 80.000 € p.a. 4.2 Rathenauplatz (vorbehaltlich der endgültigen Werte aus der noch vorzulegenden Bau- und Finanzierungsvorlage) 4.2.a) Persönliche Ausgaben keine zusätzlichen 4.2.b) Sachkosten Pflege der Grünflächen nach der Herstellung und der Entwicklungspflege (ab 2029) ca. 2.500 € p.a. Bauunterhaltungskosten für Bauwerke z. B. Wege, Ausstattungselemente 3% von 1.554.500 € für eine Grünanlage 46.635 € p.a. (Herstellungskosten ohne Nebenkosten, ohne Pflegearbeiten) 5 % von 17.000 € für eine Bewässerungsanlage 850 € p.a. Summe Sachkosten: 49.985 € p.a. 4.2.c) Kapitalkosten 1) Kalkulatorische Verzinsung 1,45 % von 1.554.500 € / 2 11.270 € p.a. 2) Abschreibung (15 Jahre) 6,66 % von 1.554.500 € 103.530 p.a. Summe Kapitalkosten a) + b): 114.800 € p.a. Jahresfolgekosten insgesamt: 164.785 € p.a. Jahresfolgekosten insgesamt gerundet: 165.000 € p.a. 4.3 Roßmarkt (vorbehaltlich der endgültigen Werte aus der noch vorzulegenden Bau- und Finanzierungsvorlage) 4.3.a) Persönliche Ausgaben keine zusätzlichen 4.3.b) Sachkosten Pflege der Grünflächen nach der Herstellung und der Entwicklungspflege (ab 2029) ca. 1.000 € p.a. Bauunterhaltungskosten für Bauwerke z. B. Wege, Ausstattungselemente 3% von 480.000 € für eine Grünanlage 14.400 € p.a. (Herstellungskosten ohne Nebenkosten, ohne Pflegearbeiten) 5 % von 17.000 € für eine Bewässerungsanlage 850 € p.a. Summe Sachkosten: 16.250 p.a. 4.3.c) Kapitalkosten 1) Kalkulatorische Verzinsung 1,45 % von 480.000 € / 2 3.480 € p.a. 2) Abschreibung (15 Jahre) 6,66 % von 480.000 € 31.968 € p.a. Summe Kapitalkosten a) + b): 35.448 € p.a. Jahresfolgekosten insgesamt: 51.698 € p.a. Jahresfolgekosten insgesamt gerundet: 51.700 € p.a. 5. Jahreserträge: - keine 6. Leistungen Dritter: - SRM Erneuerung Bodenleuchten Goetheplatz 7. Stellenplanmäßige Auswirkungen - keine 8. Sonstiges: - entfällt Anlage 1_Uebersichtsplan (ca. 1,7 MB) Anlage 2_Entwurfsplan (ca. 7,9 MB) Anlage 3_Kostendeckblatt (nicht öffentlich - ca. 542 KB) Vertraulichkeit: Nein dazugehörende Vorlage: Vortrag des Magistrats vom 22.05.2015, M 81 Anfrage vom 13.03.2024, A 281 Zuständige Ausschüsse: Haupt- und Finanzausschuss Ausschuss für Klima- und Umweltschutz Ausschuss für Planen, Wohnen und Städtebau Beratung im Ortsbeirat: 1 Versandpaket: 13.09.2023 Beratungsergebnisse: 24. Sitzung des OBR 1 am 10.10.2023, TO I, TOP 50 Beschluss: Der Vorlage M 145 wird zugestimmt. Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, 1 FDP, LINKE., BFF und Die Partei gegen 1 FDP und ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung) 21. Sitzung des Ausschusses für Klima- und Umweltschutz am 12.10.2023, TO I, TOP 11 Bericht: TO II Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: Der Vorlage M 145 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE. und Volt gegen ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung); BFF-BIG (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichts) FRAKTION und Gartenpartei (= Annahme) 21. Sitzung des Ausschusses für Planen, Wohnen und Städtebau am 17.10.2023, TO I, TOP 19 Bericht: TO II Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: Der Vorlage M 145 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., Volt und FRAKTION gegen ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung); BFF-BIG (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichtes) Gartenpartei (= Annahme) 24. Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 31.10.2023, TO I, TOP 12 Bericht: TO II Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: Der Vorlage M 145 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE. Volt, FRAKTION und BFF-BIG gegen AfD (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichts) und ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (= Annahme) 26. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 02.11.2023, TO II, TOP 34 Beschluss: Der Vorlage M 145 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE. Volt, FRAKTION, BFF-BIG und Gartenpartei gegen AfD (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichts) sowie ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung) Beschlussausfertigung(en): § 3990, 26. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vom 02.11.2023 Aktenzeichen: 66-0
Trinkwasserbrunnen auf dem Goetheplatz realisieren
S A C H S T A N D : Antrag vom 28.07.2025, OF 1686/1 Betreff: Trinkwasserbrunnen auf dem Goetheplatz realisieren Vorgang: M 145/23 Der Ortsbeirat möge beschließen, der Magistrat wird aufgefordert, im Bereich Roßmarkt/Goetheplatz/Rathenauplatz einen Trinkwasserbrunnen zu installieren. Dabei soll insbesondere die Planung aus der Bau- und Finanzierungsvorlage zur entsprechenden Platzfolge M145 2023 aufgegriffen werden, die einen Trinkwasserbrunnen für den Goetheplatz vorgesehen hatte. Begründung: Die drei ineinander übergehenden Plätze Roßmarkt, Goetheplatz und Rathenauplatz in der Innenstadt werden von Tourist:innen und Frankfurter:innen gleichermaßen gerne als Ort zum Sitzen und Ausruhen genutzt. Erst in der jüngsten Zeit wurde diese Plätze auch neugestaltet beziehungsweise teilweise mit einem neuen Bodenbelag versehen, der den Aufenthalt dort attraktiver macht als in der Vergangenheit. Regelmäßig dient diese Fläche außerdem auch als Veranstaltungsort von Volksfesten und Kundgebungen, so dass diese drei zusammenhängenden Plätze von zigtausenden Menschen jährlich besucht werden. Leider gibt es dort keinen Trinkwasserbrunnen, an dem man sich an den - aufgrund des Klimawandels - immer häufigeren Tagen mit hohen Temperaturen erfrischen kann. Antragsteller: SPD Vertraulichkeit: Nein dazugehörende Vorlage: Vortrag des Magistrats vom 08.09.2023, M 145 Beratung im Ortsbeirat: 1
Beratung im Ortsbeirat: 4
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