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Reflexion

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Neubau gastronomische Einrichtung im Zoologischen Garten - Genehmigung Raumprogramm/Freigabe Planungsmittel

S A C H S T A N D : Vortrag des Magistrats vom 25.06.2021, M 96 Betreff: Neubau gastronomische Einrichtung im Zoologischen Garten - Genehmigung Raumprogramm/Freigabe Planungsmittel Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 10.12.2020, § 6856 1. Mit Vorlage des beigefügten Raumprogrammes werden weitere 230 T€ Planungsmittel für die Maßnahme Neubau einer gastronomischen Einrichtung im Zoologischen Garten freigegeben. Es dient zur Kenntnis, dass bereits mit Beschluss § 6846 der Stadtverordnetenversammlung vom 10.12.2020 (MB 1303) 100 T€ Planungsmittel freigegeben wurden. Die Planungsmittel stehen in der Produktgruppe 21.05 unter der Projektdefinition Nr. 5.010407 (Gastronomie Zoo) zur Verfügung. 2. Gegen das in der Anlage beigefügte Raumprogramm und die Freigabe der Planungsmittel bestehen keine Einwände. Dem beiliegenden Raumprogramm wird zugestimmt. 3. Es dient zur Kenntnis, dass derzeit im Investitionsprogramm 2020-2023 3,5 Mio. € zur Verfügung stehen. Die Gesamtkosten werden derzeit auf 6 Mio.€ prognostiziert. Der Mehrbedarf in Höhe von 2,5 Mio.€ ist in der aktuellen Investitionsplanung nicht enthalten. Begründung: Die derzeitige Situation des gastronomischen Angebots für das Zoopublikum ist unbefriedigend. Nach Weggang des Pächters aus dem Zoogesellschaftshaus 2012, dessen Schwerpunkt nicht auf der Versorgung des Zoopublikums lag, haben sich nun seit ein paar Jahren ein Eisstand und ein Bratwurststand eingerichtet. Im Zoo befanden sich weitere Eisstände, ein weiterer Bratwurst- und ein Waffelstand. Diese gehörten dem Gastronomen, der am Ausgang Rhönstraße ein Restaurant betrieben hat. Dieses Pachtverhältnis wurde im März dieses Jahres beendet. Die Stände auf dem Zoogelände werden von den Pächtern auf den Zooterrassen übernommen, so dass dem Zoopublikum ein Angebot gemacht werden kann. Es fehlt derzeit an einem Restaurant, das Sitzplätze - auch unter Dach- mit einem qualifizierten Essensangebot anbietet. Hier soll das neue gastronomische Angebot Abhilfe schaffen. Es soll grundsätzlich stärker auf das Zoopublikum zugeschnitten sein und auch thematisch mehr mit dem Zoo zu tun haben. Das betrifft einerseits die Gestaltung und das Speisenangebot, andererseits aber auch die Lage im Zoo. Bei einer Lage inmitten des Zoos ist es möglich, dass dem Zoopublikum aus dem Restaurantbereich direkte Einblicke in Tiergehege geboten werden. Damit können interessante Situationen entstehen, die sowohl auf die Zufriedenheit, als auch auf die Anzahl der Gäste einen positiven Einfluss haben. Einrichtung, Sortiment und Personal des zukünftigen Gastronomiebaus sollen das Motto des Zoos "Tiere erleben - Natur bewahren" reflektieren. Das Erlebnis Zoo wird in der Gastronomie weitergeführt. Die Vernetzung zwischen Zoo und Gastronomie findet neben einer kommunikativen Verbundenheit auch in vertrieblichen Punkten, z.B. mittels Cross- Selling statt. Die Gastronomie soll authentisches und unverwechselbares Abbild aufgrund der Symbiose aus Standort - Umfeld - Gebäude und Konzeption sein. Das dem Raumprogramm zu Grunde liegende Gastronomiekonzept soll im Wesentlichen wie folgt ausgerichtet sein: Nachhaltigkeitsaspekte spielen bei der Erzeugung und Verarbeitung der Lebensmittel eine wichtige Rolle. Zu berücksichtigen sind ökologischer Anbau, faire, saisonale und regionale Erzeugung und regionale Verarbeitung. Umwelt- und Ressourcenschonung sind die Ziele der gesamten Erzeugungs-, Produktions- und Lieferkette. Wesentlich hierbei ist die Verwertung von Speiseresten, die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung, der Verzicht auf Verpackungsmüll und Einmal-Geschirr sowie ein umweltschonender Transport mit kurzen Wegstrecken Sozialstandards werden für alle Mitarbeitenden von der Erzeugung über die Produktion bis zur Essensausgabe berücksichtigt. Der Schwerpunkt der eingesetzten Produkte sollte dabei auf saisonalen und regionalen Produkten liegen. Das Besondere an dem Gastronomiekonzept besteht aus der Idee, die gute Ernährung der Tiere im Zoo genauer zu betrachten und aus den Zutaten Gerichte für uns Menschen zu machen. Das soll die Verbindung des Publikums zum Zoo stärken, Erlebnisse schaffen und zu einem besseren Verständnis von Natur und Umwelt beitragen. Das Raumprogramm basiert neben dem Gastronomiekonzept auch auf der Annahme, dass ca. 250 Essen pro Tag angeboten werden können. Spitzenzeiten können über feste und mobile Marktstände aufgefangen werden. Eine Umfrage unter zoologischen Einrichtungen mit vergleichbaren Besucherzahlen ergab, dass ca. die Hälfte der Besucher eine Mahlzeit zu sich nimmt. Eine solche Abdeckung ist mit dem Neubau nicht möglich, aber auch nicht gewollt, da mittelfristig ein weiteres Restaurant im jetzigen Nashornhaus entstehen soll. Eine Auswertung der Besucherströme (basierend auf den Zahlen 2019) des Zoo Frankfurt ergab, dass im Jahresdurchschnitt zur Mittagszeit (zwischen 11 und 14 Uhr) sich 915 Besucher im Zoo aufhielten. Wenn 25 % des Publikums eine Mahlzeit angeboten werden könnte, dann ist dies eine sinnvolle Größe um den Raumbedarf und letztendlich die Kosten zu begrenzen. Damit bildet der Neubau eine wichtige Komponente im Gesamtgefüge des Zookonzepts 2030+. Zur Planung und Errichtung sind im Investitionsprogramms 2020/21 bereits Mittel in Höhe von 875 T€ für 2020, 1.750 T€ für 2021 und 875 T€ (insgesamt: 3,5 Mio. €) für 2022 eingestellt. Die derzeit prognostizierten Gesamtkosten von 6 Mio. € basieren auf der Basis von Kennwerten für das vorgesehene Vergabeverfahren. Durch diese neue Prognose der Gesamtkosten ist es erforderlich, den Planungsmittelbedarf auf eine Gesamtsumme von 330T€ anzupassen und die Differenz von 230T€ zu den bisher freigegebenen Mitteln zur Genehmigung vorzulegen. Sobald eine qualifizierte Kostenschätzung vorliegt, können weitere Investitionsmittel angemeldet werden. Anlage 1_Raumprogramm_NF (ca. 129 KB) Anlage 2_Planskizze_UG (ca. 91 KB) Anlage 3_Planskizze_EG (ca. 101 KB) Anlage 4_Planskizze_OG (ca. 151 KB) Vertraulichkeit: Nein dazugehörende Vorlage: Antrag vom 01.07.2021, OF 57/4 Vortrag des Magistrats vom 13.09.2024, M 121 Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Kultur, Wissenschaft und Sport Haupt- und Finanzausschuss Beratung im Ortsbeirat: 4 Versandpaket: 30.06.2021 Beratungsergebnisse: 4. Sitzung des OBR 4 am 14.09.2021, TO I, TOP 7 Beschluss: Die Vorlage M 96 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen. Abstimmung: Einstimmige Annahme 1. Sitzung des Ausschusses für Kultur, Wissenschaft und Sport am 16.09.2021, TO I, TOP 10 Bericht: TO II Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: Der Vorlage M 96 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen AfD und BFF-BIG (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichts) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (= Ablehnung) 4. Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 21.09.2021, TO II, TOP 18 Bericht: TO II Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: Der Vorlage M 96 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen AfD und BFF-BIG (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichts) 6. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 23.09.2021, TO II, TOP 28 Beschluss: Der Vorlage M 96 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen AfD und BFF-BIG (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichts) sowie Gartenpartei (= Ablehnung) Beschlussausfertigung(en): § 635, 6. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vom 23.09.2021 Aktenzeichen: 77

Gastropoda Gastronomía frankfurtensis - Die neue gastronomische Rennschnecke im Frankfurter Zoo?

S A C H S T A N D : Antrag vom 01.07.2021, OF 57/4 Betreff: Gastropoda Gastronomía frankfurtensis - Die neue gastronomische Rennschnecke im Frankfurter Zoo? Vorgang: M 96/21 Der Magistratsbericht M 96 vom 25.06.2021 mit dem Betreff: "Neubau gastronomische Einrichtung im Zoologische(r)* Garten - Genehmigung Raumprogramm/Freigabe Planungs-mittel" ist ein Paradebeispiel für zügige planerische Umsetzung. (*n) In der Begründung gibt der Magistrat gleich in der ersten Zeile zu: "Die derzeitige Situation des gastronomischen Angebots für das Zoopublikum ist unbefriedigend". Wohl wahr! Dies zieht sich aber schon über viele verschenkte Jährchen hin. Kulinarische Überbrückungshilfen wie Bratwurst-, Waffel- und Eisstände können bei weitem nicht mit dem Angebot und Niveau des früheren Gastronomiestandards des 1858 eröffneten Frankfurter Zoo verglichen werden. Kurzum: Die Gastronomie wird dem allgemeinen Ruf des weltbekannten Zoos und dem Metropolenwunsch des Magistrats nicht gerecht. Deshalb wird der Magistrat um Auskunft gebeten: Wann wurde zum letzten Mal eine Mahlzeit mit Restaurantniveau im Zoo-Restaurant an zufriedene Gäste ausgegeben? (Tag- bzw. Monatsangabe nicht nötig) Was war der konkrete Grund für den jahrelangen gastronomischen Stillstand? Wer hat dies zu verantworten und warum wurde dieses Drama nicht früher beendet? Wann wird nach Einschätzung des Magistrats den Gästen wieder ein unvergesslicher kulinarischer Höhepunkt am Tisch (keine Selbstbedienung) kredenzt werden? Kann der Magistrat in Verbindung mit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt bei der nächsten Entdeckung einer Schneckenart dieser den Namen Gastropoda gastronomía frankfurtensis geben? Antragsteller: dFfm Vertraulichkeit: Nein dazugehörende Vorlage: Vortrag des Magistrats vom 25.06.2021, M 96 Beratung im Ortsbeirat: 4 Beratungsergebnisse: 4. Sitzung des OBR 4 am 14.09.2021, TO I, TOP 6 Beschluss: Die Vorlage OF 57/4 wird abgelehnt. Abstimmung: GRÜNE, SPD, CDU und BFF gegen FDP, dFfm und ÖkoLinx-ARL (= Annahme); Volt (= Enthaltung)

Beratung im Ortsbeirat: 4